Tick-Tack... Die WEMAG-Crowd tickt richtig

17.04.2019 - 08:45

Wenn Kirchturmuhren in Not sind, dann schlägt die Stunde der WEMAG-Crowd. Mit einer erfolgreichen Internetkampagne wurden 5.332 Euro für die Sanierung der Kirchturmuhr in Jesendorf über die Crowdfunding-Plattform der WEMAG gesammelt. „Dies war eines der ersten Projekte, die wir auf unser Plattform vorgestellt haben. Umso mehr freut es mich, dass es dafür innerhalb von sechs Wochen ausreichend Unterstützer in der Region gab. Damit sind alle, die mitgemacht haben, Teil des Projekts geworden. Das stärkt die Gemeinschaft“, sagte WEMAG-Vorstand Caspar Baumgart bei der Scheckübergabe. Auch Sebastian Knauer, Gründungsmitglied und Vizepräsident des 1. Mecklenburger Uhrenclub e. V., freut sich über die Resonanz. Er hatte die Kampagne in der WEMAG-Crowd gestartet und über den Verein aber auch in den sozialen Medien beworben: „Wir waren total überrascht, zumal das Thema ungewöhnlich ist und Jesendorf nicht jeder kennt.“ Neben zahlreichen privaten Spendern gehört auch die Stiftung Kirchliches Bauen in Mecklenburg zu den Unterstützern: „Wir freuen uns, dass die Kirche in Jesendorf bald wieder weit sichtbar die Uhrzeit anzeigt“, sagt Stiftungsvorsitzender Wulf Kawan.  

Uhrmacher Hans-Joachim Dikow, Präsident des 1. Mecklenburger Uhrenclub e.V., WEMAG-Vorstand Caspar Baumgart, Martin Maercker und Bärbel Fink vom Vorstand des Fördervereins Kirche Jesendorf, Wulf Kawan, Vorsitzender der Stiftung Kirchliches Bauen in Mecklenburg und Pastor Andreas Kunert (v.l.) engagieren sich zusammen für die Kirchturmuhr in Jesendorf. Foto: WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

Am Turm der Kirche in Jesendorf wird bald wieder eine Uhr die Zeit weithin sichtbar anzeigen. Foto: WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

Kirchturmuhren: Meisterwerke verrotten und verrosten

13.000 Euro wird die Restaurierung der Kirchturmuhr insgesamt kosten. Ihre Rettung wurde von der Initiative „Kirchturmuhren in Not“ ins Leben gerufen. Der Schweriner Uhrmacher „Klockenschauster“, Hans-Joachim Dikow, kennt den schlechten Zustand vieler solcher Schätze: „Unter den etwa 600 Kirchturmdächern Mecklenburgs verrosten und verrotten schätzungsweise 200 Meisterwerke des Uhrmacherhandwerks.“ Er selbst ist den Schwerinern als „Der Klockenschauster“ bekannt und hatte die, in Deutschland bislang einzigartige Idee, alle Kirchturmuhren in Mecklenburg zu erfassen. Die Wanderausstellung „Kirchturmuhren in Not“ ist zurzeit in der Marienkirche in Rostock zu sehen. Sie dokumentiert anschaulich die Arbeit der Erfassung und Rekonstruktion von Kirchturmuhrwerken in Mecklenburg und erläutert deren historischen Hintergrund.
 

Zeugen der Geschichte bewahren 

Die WEMAG engagiert sich seit zwei Jahren für dieses Projekt. WEMAG-Vorstand Caspar Baumgart begründet das so: „Die Kirchturmuhren sind Gradmesser des technischen Fortschritts und Zeugen der Zeitgeschichte, die wir für die nächsten Generationen bewahren wollen.“ Beim 1. Mecklenburger Uhrenclub darf man sich neben der Unterstützung durch die WEMAG nun vor allem auf einen Termin freuen: Beim Gemeindefest am 17. August in Jesendorf wird die restaurierte Kirchturmuhr das erste Mal wieder schlagen. Einen früheren Termin zu Pfingsten hatte ein Turmfalke mit seinem Nestbau verhindert. 

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