Arbeitsschutz: Retten aus luftiger Höhe

4. Oktober 2021
Nahezu wöchentlich sind Mitarbeiter der WEMAG, aber auch der WEMACOM in unserem Netzgebiet auf einem der zahlreichen Masten zu finden. Sei es zur vorsorglichen Prüfung oder bei tatsächlichen Schäden an den Freileitungen. So sorgte jüngst ein Landwirt mit seinem Traktor für einen Schaden an einer Hochspannungsleitung, der behoben werden musste. Bei diesen Arbeiten geht es stets hoch hinaus. Zwischen 30 und 70 Metern Höhe müssen die Fachleute überwinden, um ihre Arbeit zu erledigen. Da muss jeder Handgriff sitzen. Für einen Notfall in luftiger Höhe haben alle ihre persönliche Schutzausrüstung dabei. Damit ist man auch bei einer plötzlichen Bewusstlosigkeit gegen einen Absturz gesichert. Und auch Höhenrettungsgeräte werden bei jedem Einsatz bereitgehalten. 
 
Letzte Besprechung vor dem ersten Übungseinsatz

Letzte Besprechung vor dem ersten Übungseinsatz. Foto: WEMAG/ Annemarie Lahs

Routine rettet Leben

Jedoch nutzt die beste Schutzausrüstung wenig, wenn ihre Handhabung nicht regelmäßig geübt wird. Je routinierter die Handgriffe sitzen, desto höher ist der Schutz im Notfall. Deshalb kamen im September Mitarbeiter aus den Netzdienststellen, der Sekundärtechnik und der Umspannwerke der WEMAG und auch der WEMACOM zu einem ihrer Trainings „Retten aus Höhen“ zusammen. Sollte jemand auf einem Strommast oder Trafo verunfallen, so soll jedes Teammitglied in der Lage sein, ein etwaiges Hängetrauma oder eine Bewusstlosigkeit durch die richtigen Handgriffe nach Möglichkeit zu verhindern. Wolfgang Heitmann von der Netzdienststelle Hagenow ist seit 43 Jahren bei der WEMAG. Er selbst musste noch niemanden retten: „Ich kann mich auch an keinen Fall bei uns erinnern, in dem das notwendig wurde“, erklärt er. Zum Glück! 
 

WEMAG Mitarbeiter bei Übung auf einem Trafo in Wessin

WEMAG Mitarbeiter bei Übung auf einem Trafo in Wessin. Foto: WEMAG/ Annemarie Lahs

Vorbeugen ist besser als heilen

Damit das auch so bleibt und im Ernstfall alle wissen, was zu tun ist, gibt es die jährlich stattfindenden Schulungen, die durch die zertifizierten Experten der MAS GmbH durchgeführt werden und aus einem Theorie- und einem Praxisteil bestehen. Dabei geht es beispielsweise um die Kenntnisse der Ausrüstung und das fachgerechte Abseilen von Personen aus großer Höhe. Ein Übungsmast in Schwerin-Lankow und ein Trafo in Wessin dienten als Ernstfall-Szenario. Wo sonst Kollegen „ganz in echt“ abgeseilt werden, musste diesmal coronabedingt ein Dummy herhalten. Mit diesem aufgefrischten Wissen, sind nun die Mitarbeiter der WEMAG auch für die kommenden Einsätze in unserem Netzgebiet gut gerüstet. 

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