Wer nicht fragt, bleibt dumm!

20.03.2019 - 08:30

Wer sich jedoch zu fragen traut, bekommt Antworten. Oder findet sie selbst. Derzeit wird ja viel über Bildung diskutiert. Die Schülerinnen und Schüler, die am 29. Landeswettbewerb „Jugend forscht“ und am Regionalwettbewerb „Schüler experimentieren“ teilgenommen haben, zeigen ganz praktisch was gute Bildung ausmacht. Unter dem Motto „Frag Dich!“ lösten sie Fragestellungen aus der Arbeitswelt sowie aus Bereichen der Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik und Informatik, Physik und Technik. Da ging es um Flechten und Blütenfarbstoffe als Bioindikator, um die Wolle von Schafen, um Mikroplastik in der Warnow, um die Nutzung defekter LED-Lampen, um das Rechnen mit großen Zahlen und vieles mehr.

 

Foto: WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

Foto: WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

Förderung bringt Erfolge

Anfang März präsentierten 93 Mädchen und Jungen ihre Arbeiten an insgesamt 46 Projekten erst einer Jury und dann der Öffentlichkeit. Das waren deutlich mehr Teilnehmende als noch im Vorjahr. „Diese positive Entwicklung bestätigt uns, dass nur durch kontinuierliche Förderung des Forschergeistes der steinige Weg der Entwicklung in eine glatte Straße des Erfolgs geebnet werden kann“, sagte Thomas Murche. Er ist technischer Vorstand der WEMAG. Der regionale Energieversorger unterstützt den Wettbewerb schon seit 1991 und damit von Beginn an. Seit 2012 sind auch die Stadtwerke Rostock als Patenunternehmen mit an Bord.

Rostock ist ganz weit vorn

Über die Hälfte der vorgestellten Arbeiten kam aus dem Schulamtsbereich Rostock. Ebenso alle Siegerprojekte. Wettbewerbsleiter Heiko Gallert hatte dafür eine Erklärung: „Die vielen Projekte aus Rostock und Umgebung erscheinen logisch, ist doch die Universitätsnähe ein unterstützender Faktor. Auch die Universität Greifswald betreut erstmalig zwei Projekte im Bereich Jugend forscht.“

Dennoch wünscht er sich, dass „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ auch in den anderen Landesteilen auf größeres Interesse stößt. Die beiden Landessieger-Teams aus M-V dürfen ihre Projekte Mitte Mai beim Bundeswettbewerb im sächsischen Chemnitz präsentieren. Der 30. Landeswettbewerb wird vom 10. bis 11. März 2020 stattfinden. Dann wird auch die WEMAG dem Forschungsnachwuchs als Patin erneut zur Seite stehen.

Foto: WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

Landessieger „Jugend forscht“ 2019 Mecklenburg-Vorpommern

1. Preis Fachgebiet Biologie

Thema: Bestimmung des Rostocker Stadtklimas mit Hilfe von Flechten als Bioindikator

Svea Lübke, Frieda Engel und Franziska Masberg vom Innerstädtisches Gymnasium Rostock

Foto: WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

1. Preis Fachgebiet Chemie

Thema: Paint Flakes – Die bunten Giftbomben der Warnow

Lara, Jessica Stoklasek, Franka Freytag und Alina Guljam vom Innerstädtischen Gymnasium Rostock

Foto: WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

Sieger des Regionalwettbewerbs „Schüler experimentieren“ 2019 Mecklenburg-Vorpommern

1. Preis Fachgebiet Technik

Thema: LED Taschenlampe durch Wiederverwendung defekter LED-Lampen

Béla Bischoff von der CJD Christophorusschule Rostock

 

 

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1. Preis Fachgebiet Biologie

Thema: Schafzucht in MV – Wolle auf vier Beinen

Joost Breckenfelder, CJD Christophorusschule Rostock

Foto: WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

1. Preis Fachgebiet Chemie

Thema: Flower Power – Blütenfarbstoffe als natürliche Indikatoren

Marisa Klug und Emmy Schulz vom Rostocker Freizeitzentrum

Foto: WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

1. Preis Fachgebiet Mathematik/Informatik

Thema: Computerprogramm für das Rechnen mit großen Zahlen

Raphael Klug, Rostocker Freizeitzentrum

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