Was das Hänschen nicht lernt...

18.05.2018 - 17:15
Früh üben sich Natur Profis Biosphärenpass

Die 1. Klasse der Fritz-Reuter-Schule in Zarrentin hat exklusiv ihren persönlichen „Biosphäre-Pass“ erhalten, den das Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe gemeinsam mit den Lehrerinnen und dem regionalen Energieversorger WEMAG AG entwickelt hat. Foto: WEMAG/Diana Kuhrau

... das lernt der Hans nimmermehr.

Dieses alte Sprichwort von Oma hat auch im digitalen Zeitalter seine Berechtigung.  Deshalb ist es auch in Sachen Ökologie und Umweltschutz wichtig, schon früh zu üben, worauf es wirklich ankommt. Und das funktioniert am besten durch eigenes Erleben, dachten sich die Lehrerinnen der Fritz-Reuter-Grundschule in Zarrentin am Schaalsee. In Kooperation mit dem Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe und der WEMAG haben sie ein Projekt entwickelt. Im Verlauf ihrer Grundschulzeit entdecken die Kinder, begleitet von Rangerinnen und Rangern das Biosphärenreservat. Dokumentiert wird dies auf ihrem persönlichen „Biosphäre-Pass“. Erstmals hielten den nun die Schülerinnen und Schüler einer ersten Klasse in ihren Händen.

„So wechseln die Kinder die Perspektive, entdecken am realen Objekt nachhaltig Dinge, was in der Schule nur mit großem Aufwand funktioniert. Wir sind froh, so gut zusammen arbeiten zu können, wie es im Moment ist“

freut sich die Schulleiterin Heide Hollstein.

 

Und auch im Reservatsamt ist man zufrieden: „Das ist ein schönes Projekt, das auch in anderen Schulen im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee oder im UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe Mecklenburg-Vorpommern Nachahmer finden könnte“, sagt Klaus Jarmatz, Leiter des Biosphärenreservatsamtes Schaalsee-Elbe.

Umweltbildung in der Region als Herzensangelegenheit

Für die WEMAG als regionalem Produzenten und Anbieter von Ökostrom und Erdgas war es wichtig, dass sich die Zusammenhänge zwischen Umweltschutz und Energiegewinnung innerhalb des Projekts erklärt werden: In der vierten Klassenstufe beschäftigen sich die Kinder deshalb zum Beispiel mit modernen und nachhaltigen Formen der Energiegewinnung und auch ganz praktisch mit dem Thema Müll. Wohin mit den Abfällen, die in Haushalt und Gewerbe täglich anfallen? Ein behutsamer Umgang mit den vorhandenen Ressourcen ist für die Daseinsvorsorge ein zentraler Faktor“, betont Caspar Baumgart. Er ist kaufmännischer Vorstand bei der WEMAG. So lernt das Hänschen ganz nebenbei schon heute, was der Hans über die Energiewende von morgen wissen muss.

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