Kein Ohm, kein Strom? Wir kommen schon!

04.06.2018 - 10:00
THW-Übung mit WEMAG-Netzdienststelle Hagenow

Das THW hat die Einspeisung in das WEMAG-Netz mit zwei Netzersatzanlagen durchgeführt. Foto: THW/Axel Schirmacher

Wenn WEMAG und THW den Ernstfall proben... Vielleicht können sich manche noch an die verheerenden Auswirkungen des Sturmtiefs Xavier im vergangenen Jahr erinnern. Dabei kam es auch zu Stromausfällen.

Eine ganze Gemeinde ohne Strom? Eine solche Notsituation übten die Fachleute der WEMAG-Netzdienststelle Hagenow gemeinsam mit den Elektrospezialisten des Technischen Hilfswerks (THW) aus den Ortsverbänden Rostock und Schwerin jetzt bereits zum zweiten Mal.

Ort des Krisenszenarios war Moraas - eine kleine Gemeinde in der Nähe von Hagenow. Das THW brachte hierzu zwei fahrbare Netzersatzanlagen mit. Das sind Notstromaggregate, die jeweils so groß wie ein LKW sind. Außerdem mit von der Partie: ein mobiler Kabelverteilerschrank.

„Rein von der benötigten Leistung im Ort hätte eine Netzersatzanlage genügt. Da die Einspeisung mit zwei Netzersatzanlagen anspruchsvoller ist und mehr Übungsszenarien ermöglicht, haben beide Netzersatzanlagen gleichzeitig über den mobilen Kabelverteilerschrank ihre Energie in das Stromnetz eingespeist“

erläuterte Alexander Schröder vom THW-Ortsverband Rostock.

THW-Übung mit WEMAG-Netzdienststelle Hagenow

Schulterschluss: Das Technische Hilfswerk und Mitarbeiter der WEMAG-Netzdienststelle Hagenow haben in Moraas den Ernstfall geübt. Foto: THW/Axel Schirmacher

Die acht THW-Spezialisten haben genauso wie die sechs Mitarbeiter der WEMAG-Netz GmbH an diesem Tag einen guten Job gemacht, findet Andreas Casper. Er ist der Koordinator des WEMAG-Krisenstabs: „Die Handlungssicherheit spielt im Ernstfall eine entscheidende Rolle“.

Seit dem Elbehochwasser 2013 arbeiten die WEMAG Netz GmbH und das THW intensiv zusammen. Es gibt einen Kooperationsvertrag und die WEMAG unterstützte bei der Anschaffung des mobilen Kabelverteilerschranks und anderer wichtiger Ausrüstung.

Im Ernstfall ist die Fachgruppe Elektroversorgung dadurch bestens gerüstet. Damit das so bleibt, ist nicht nur die Unterstützung der Unternehmen der WEMAG wichtig. Das THW arbeitet mit freiwilligen Helfern und ist offen für alle, die sich ehrenamtlich engagieren wollen.

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