Blackout, und dann?

14.08.2017
Schwarzstart mit WEMAG-Batteriespeicher
Schwarzstart mit WEMAG-Batteriespeicher
Schwarzstart mit WEMAG-Batteriespeicher

WEMAG-Batteriespeicher kann Stromnetz nach Großstörungen aufbauen

Der 10 Megawatt leistungsstarke Batteriespeicher der WEMAG kann für den Wiederaufbau des Stromnetzes nach Großstörungen im elektrischen Versorgungsnetz sorgen. Das hat ein bislang einzigartiger Test in Kombination mit einer Gasturbinen-Anlage gezeigt. Dazu wurde zunächst eine Netzinsel zwischen Gasturbinen-Anlage in Schwerin-Süd, drei Umspannwerken und dem schwarzstartfähigen WEMAG-Batteriekraftwerk in Schwerin-Lankow geschaffen. Während des mehrstündigen Versuchs waren keine Verbraucher mit diesem abgeschlossenen Stromnetz verbunden. Diese wurden über andere Leitungen versorgt. Nach dem Aufbau der Netzinsel wurde mit Hilfe des Batteriespeichers die abgeschaltete Gasturbinen-Anlage erfolgreich wieder in Betrieb genommen. „Damit hat der WEMAG-Batteriespeicher bewiesen, dass er für den Wiederaufbau des Stromnetzes nach Großstörungen oder einem Blackout sorgen kann. Bislang wird hierfür rein konventionelle Kraftwerkstechnik verwendet“, freut sich Caspar Baumgart, Vorstand der WEMAG. Das innovative Schwarzstartkonzept soll unter dem Titel „Kickstarter“ zur Marktreife gebracht werden. Es wird von einem Konsortium bestehend aus der Energieversorgung Schwerin GmbH & Co. Erzeugung KG, dem Lehrstuhl für Elektrische Energieversorgung der Universität Rostock, der WEMAG AG und der Younicos AG realisiert sowie von der Förderinitiative „Zukunftsfähige Stromnetze“ des Bundeswirtschaftsministeriums gefördert.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Versuchs soll das Projekt im nächsten Jahr fortgesetzt werden. Dann ist geplant, das Stromnetz mit Hilfe des schwarzstartfähigen Batteriekraftwerks unter Einbeziehung von Erneuerbare-Energien-Anlagen aufzubauen. Zudem soll die autarke Versorgung der aufgebauten Netzinsel über einen längeren Zeitraum bis zur Synchronisation mit dem Verbundnetz praktisch getestet werden.

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