Strom sparen leicht gemacht! Die große WEMAG Stromspar-Liste

3. September 2021

Experten-Stromspar-Tipps, die wirklich nützen

Die Kostensteigerung macht es deutlich: Strom ist ein wertvolles Gut. Wer im kommenden Winter seinen Geldbeutel nicht weiter belasten möchte, für den lohnt sich ein genauer Blick auf den eigenen Stromverbrauch. In einem durchschnittlichen Haushalt gehören Kühl- und Gefrierschränke, Unterhaltungselektronik – allen voran aber die Warmwasseraufbereitung per Strom zu den größten Verbrauchern. Dabei lässt sich mit einfachen Mitteln und ohne Komfortverlust eine Menge sparen.

Hier lesen Sie einige Tipps, wie bereits mit kleinen Maßnahmen der Stromverbrauch gesenkt werden kann. Wer diese befolgt und auf den Rebound-Effekt achtet, kann im Jahr viel Geld sparen.

1. Steckdosen abschalten statt Standby kann im Jahr bis zu 100 Euro Stromkosten einsparen

Viele Mitarbeiter lassen ihre Rechner und Drucker beim Verlassen der Büros eingeschaltet. Allein der Stand-by-Modus vieler Elektrogeräte führt in Haushalten und Büros insgesamt zu Kosten, die zwischen 5 und 6 Milliarden Euro liegen. Stromkosten, die sich sehr leicht vermeiden ließen, würde man die Geräte einfach abends komplett abschalten. Durch das vollständige Abschalten von Fernseher, Receiver, Computer, Drucker und Monitor lässt sich der Jahresverbrauch ganz einfach um bis zu 400 Kilowattstunden reduzieren. Das kann auch ganz bequem mit Master-Slave-Steckleisten (ab 20 Euro) gehen, bei der z. B. der Fernseher die angeschlossenen Geräte ein- und ausschaltet.

Vor allem im Urlaub: Alles ausschalten was möglich ist

Ob Städtetrip oder Safari-Urlaub – wer verreist, sollte möglichst viele Geräte vom Stromnetz nehmen. Denn eines ist sicher: Stromsparen während des Urlaubs wirkt sich positiv auf die Umwelt und die Urlaubskasse aus.

WEMAG Comic von Mario Lars - Strom sparen durch ausschalten der Mikrowelle

@ Mario Lars

2. Stromsparende Geschirrspüler und Waschmaschine - rund 50 Euro Sparpotenzial

Ein Geschirrspüler ist praktisch und verbraucht weniger Wasser und Spülmittel, als das Spülen per Hand. Wer jetzt noch auf stromsparende Geräte umstellt, kann bis zu 26 Euro pro Jahr sparen. Dasselbe gilt für Waschmaschinen: 21 Euro weniger Stromkosten verursachen energieeffiziente Geräte pro Jahr. Daher sollte man bei der Anschaffung einer neuen Maschine ein Auge auf die Energieeffizienzklasse des Gerätes haben, am besten wählen Sie die Klasse A+++. Tipps für die Praxis: Laden Sie die Maschine immer komplett voll und waschen Sie nicht zu heiß. Das hilft nicht nur der Umwelt, sondern Ihnen dabei, Kosten zu sparen, und der Wäsche, ihre Form und Farbe zu behalten. Dafür sorgen vor allem moderne Kaltwaschmittel, die auch bei 40° oder 30° einwandfreie Ergebnisse liefern. Ein normaler Waschgang bei 40 Grad verbraucht schnell mal 0,6 kWh im Gegensatz zu 0,1 kWh bei 30 Grad. Aufs Jahr kann man damit so einiges an Strom einsparen.

3.  Trocknen ohne Trockner: Jährlich 70 Euro Stromkosten sparen

Beim Trocknen der Wäsche gilt: Ein Wäschetrockner ohne Wärmepumpe kommt im Jahr auf gut 70 Euro, mit Wärmepumpe sind es nur noch 24 Euro. Aber auch dann gilt: trocknen Sie so oft es geht ohne Trockner! Nutzen Sie Trockenkammern auf dem Boden oder im Keller. Im Frühjahr und Sommer kann die Wäsche dann wieder im Freien getrocknet werden. Falls Sie doch den Trockner nutzen: Schleudern Sie die Wäsche vorher mit maximaler Umdrehungszahl.

4.  Stromsparende Kühlschränke und Gefrierschränke:Bis zu 70 Euro im Jahr gutmachen

Mit cleverer Nutzung von Kühl- und Gefrierschrank können Sie viel Strom sparen: Durch die Anschaffung eines Kühl- und Gefriergerätes mit der höchsten Energieeffizienzklasse A+++ lassen sich bis zu 70 Euro pro Jahr einsparen – Der Preisunterschied zu einem Billigkühlschrank ist nach zwei Jahren wieder drin. Aber auch die Positionierung des Gerätes spielt eine wichtige Rolle, denn je wärmer der Ort, desto größer auch die Stromkosten.

Weitere Stromspartipps zum Kühlschrank finden Sie hier

Offener Kühlschrank

Durch optimale Auslastung werden Kühlschränke effizienter.

5. Computer im Stromsparmodus: Spart bis zu 65 Euro im Jahr

Viele Computer und Laptops laufen heutzutage nebenher und verbrauchen ungenutzt Energie. Hier lohnt sich, die jeweiligen Energiesparfunktionen der Geräte zu aktivieren. Schon nach wenigen Minuten schaltet sich der Monitor ab und der PC geht in einen Sparmodus. Achtung: Bildschirmschoner sind echte Energiefresser! Sie verhindern, dass sich der PC in den sparsameren Ruhezustand versetzt – unbedingt deaktivieren!

6.  Laptop statt PC und Monitor spart 50 Euro

Laptops sind auf sparsamen Verbrauch getrimmt und ziehen gut 50 Prozent weniger Strom aus der Steckdose, als ein vergleichbarer PC. Aktuelle Notebooks können es trotzdem mit modernen 3D-Spielen und HD Videos aufnehmen und kosten nur einen geringen Aufpreis im Vergleich zum Desktop-PC. Das senkt den Stromverbrauch um etwa 180 Kilowattstunden im Jahr und rechnet sich nach zwei bis drei Jahren. Wer es noch kleiner und sparsamer mag, der greift zum Ultrabook oder Tablet-Computer.

7. Strom sparen mit LED Lampen: Die wichtigsten Tipps

Wir haben uns an die Glühlampe gewöhnt, wir sind mit ihr aufgewachsen. Seit mehr als 100 Jahren hat sie uns im Alltag begleitet, war preiswert und relativ zuverlässig und wir wussten genau, was wir für ein Licht erhalten. Die Glühlampe hatte nur einen Haken, sie war ein Verschwender. Wir mussten beispielsweise für 100 Watt Strom bezahlen, haben aber nur 5 Watt Licht bekommen. Der Rest war Wärme.

Mit dem Abschied der Glühlampe begann der Siegeszug der Energiesparlampen. Doch sie haben auch Nachteile. Die gewohnte Lichtfarbe stimmt nicht immer, beim Starten lassen sich Energiesparlampen immer etwas Zeit. Oftmals enthalten die Lampen Schwermetalle, die eine fachgerechte Entsorgung notwendig machen. Eine völlig neue Welt der Beleuchtung hat sich erst mit der LED geöffnet. Die kleinen „Leuchtdioden“ sind nicht nur sparsamer als Energiesparlampen, sondern bieten durch ihre Bauweise einzigartige Lampenformen an. So können LED-Lampen als „Retro-Fit“-Modelle in vorhandene Glühlampen-Fassungen geschraubt werden.

Comic von Mario Lars: Seinen Namen habe ich vergessen. Ich nenne ihn einfach LED, weil er so wenig Energieverbraucht

@ Mario Lars

So viel Strom und Geld können Sie durch LED-Lampen sparen

Fast 300 kWh Strom verbraucht ein typischer Haushalt pro Jahr für die Beleuchtung. 80 Prozent davon lassen sich sofort einsparen, wenn Sie Glühbirnen gegen LED-Leuchtkörper austauschen. Über ein Jahr gerechnet bleiben Ihnen so etwa 70 Euro mehr in der Tasche! Natürlich fallen beim Umstieg auf LED-Lampen Anschaffungskosten an. Um 14 Glühbirnen zu ersetzen – so viel besitzt ein durchschnittlicher Haushalt – kann man großzügig gerechnet 112 Euro veranschlagen. Die Umrüstung hat sich unter dieser Voraussetzung nach etwa 1 1/2 Jahren amortisiert.

LED statt Glühbirne – worauf Sie achten müssen  
  • Eigentlich wird die Helligkeit eines Leuchtmittels in Lumen gemessen. Die meisten Menschen orientierten sich bisher aber an der Watt-Zahl, durch die man die Helligkeit abschätzen kann. Doch Vorsicht: Glühbirne und LED-Lampe sind in ihren Watt-Zahlen nicht vergleichbar, weil LED-Lampen wesentlich energiesparender arbeiten! Eine LED-Lampe hat bei der gleichen Helligkeit wesentlich weniger Watt als eine Glühbirne. Die meisten Hersteller geben auf der Verpackung an, welche Glühbirne Sie durch welche LED-Lampe ersetzen können. Hier ein paar grobe Richtwerte: Eine gängige 60-Watt-Glühbirne entspricht etwa einer LED-Lampe mit 9 bis 12 Watt. Eine Glühbirne mit 100 Watt können Sie durch eine LED-Lampe mit 18 bis 19 Watt ersetzen.
  • Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Farbtemperatur oder Lichtfarbe. Glühbirnen hatten bei einer bestimmten Watt-Zahl immer die gleiche Farbtemperatur. Das ist bei LED-Lampen anders, man kann sie in unterschiedlichen Farbtemperaturen kaufen, die mit Begriffen wie „warmweiß“, „neutralweiß“ und „tageslicht“ bezeichnet werden. Eine gängige 60-Watt-Glühbirne hat etwa dieselbe Farbtemperatur wie eine LED-Lampe in „warmweiß“. Diese Lichtfarbe wird von vielen Menschen als angenehm empfunden. Darüber hinaus haben Sie bei LED-Lampen die Wahl zwischen mattem und transparentem Glas sowie zwischen dimmbaren und nicht dimmbaren Varianten.
Duschkopf der einen breiten Wasserstrahl raus lässt

8. Strom sparen bei der elektrischen Warmwasseraufbereitung

Gerade dann, wenn das Wasser elektrisch erwärmt wird, gibt es besonders viele Stromsparmöglichkeiten im Haushalt. Ein Sparduschkopf in Dusche oder Badewanne kann den Verbrauch auf das notwendige Maß reduzieren. Durchflussbegrenzer an Wasserhähnen tun hier ebenfalls gute Dienste. Bei der Verwendung von Boilern bzw. Untertischgeräten hilft ein Thermo-Stop. Dieser bewirkt, dass nur dann Wasser erwärmt wird, wenn es auch benötigt wird. Ein Boiler sollte sowieso durch einen Durchlauferhitzer ersetzt werden, so wird das Wasser nur dann erhitzt wenn es auch gebraucht wird.

9. Macht der Gewohnheit - macht viel Strom aus!

Wecker aus - Licht im Schlafzimmer an, Licht im Bad an, Licht in der Küche an, Kaffeemaschine an, Duschen gehen. Hier brennen bereits zwei Lampen zu viel - zweimal Stromverbrauch, wo er gerade nichts nützt. Eine Gewohnheitssache, und da kommt man nur schlecht gegen an. Statt den Kaffee in eine Thermoskanne umzufüllen bleibt dann die Warmhalteplatte an. Besitzer eines Vollautomaten schalten diesen nicht ab, denn womöglich wird noch eine zweite Tasse benötigt, um ganz das Bewusstsein zu erlangen. Im Briefkasten liegt die aktuelle Stromrechnung - und plötzlich ist man auch ohne Zweitkaffee hellwach.

Neue Gewohnheiten zum Stromsparen

Und das sind nur einige Beispiele. Wie oft laufen PC und Fernseher, obwohl sie gerade nicht benutzt werden. Sicher, es könnte ja sein, dass man gleich nochmal die E-Mails checken muss oder zufällig eine Interessante Sendung beginnt. Aber im Endeffekt sind das nur Ausreden, um abermals Gewohnheiten zu verdecken. Muss eine nur zur Hälfte gefüllte Spülmaschine wegen einem einzigen Teller eingeschaltet werden? Wohl kaum. Den Teller einfach von Hand spülen ginge schneller und würde Strom sparen. Und ja, hier gesellt sich zur Gewohnheit auch ein Stück weit die Faulheit.

Grund genug also, sich die Tätigkeiten einen Tag lang vor Augen zu führen und gegebenenfalls aufzuschreiben. Das kann nämlich den Stromverbrauch erheblich senken. Alles, was dazu benötigt wird, ist Konsequenz. Spätestens bei der nächsten Stromrechnung kommt dann die Belohnung.

Wasserkocher sind stromsparender beim Wasser erwärmen als ein Herd

10. Strom sparen in der  Küche

Wasserkocher oder Herd: Was ist Stromsparender?

Wasserkocher statt Topf auf dem Herd – auf diese Weise lässt sich der Stromverbrauch senken und folglich auch jede Menge Geld sparen. Bis zu 50 Prozent weniger (Öko)Strom wird benötigt, wenn die gleiche Menge Wasser nicht im Topf auf dem Herd, sondern stattdessen im Wasserkocher in Wallung gebracht wird. Auch dann, wenn die optimale Topfgröße samt Deckel gewählt wurde und der Erhitzungsprozess auf einem Cerankochfeld stattfindet, ist der Wasserkocher beim Stromverbrauch um rund 35 Prozent günstiger. Nur Gas- und Induktionsherde reichen vom Verbrauch her an die Werte des Wasserkochers heran.

Weitere Stromspartipps für den Wasserkocher

Damit der Stromverbrauch nicht unnötig in die Höhe getrieben wird, sollten Sie auf die korrekte Bedienung des Gerätes achten.

  1. Nur so viel Wasser einfüllen, wie tatsächlich benötigt wird!
    Sie möchten sich nur mal eben eine Tasse Tee zubereiten? Dann ist es verständlicherweise auch nicht nötig, das komplette Volumen des Kochers auszunutzen und ihn bis zum Rand zu füllen. Je weniger Wasser erwärmt werden muss, desto geringer ist auch der Energieverbrauch. Erhitzen Sie also nur die Menge an Wasser, die Sie tatsächlich benötigen. Die richtige Menge lässt sich ganz einfach mit der entsprechenden Tasse abmessen und einfüllen.
  2. Nutzen Sie den Temperaturregler!
    Ist Ihr Wasserkocher mit einem solchen Regler ausgestattet, sollten Sie ihn auch nutzen, denn er hilft ebenfalls beim Stromsparen. Oftmals wird nämlich gar kein kochend heißes Wasser benötigt. Für grünen Tee sind 60 °C beispielsweise ausreichend.
  3. Beim Kochen Energieverluste vermeiden!
    Wenn Sie für die Zubereitung von Nudeln oder Kartoffeln größere Mengen an kochendem Wasser benötigen, bringt es nichts, dieses Wasser im Kocher vorzuwärmen und dann in den Kochtopf umzufüllen. Die hierbei entstehenden Energieverluste sind zu hoch, um die Zeitersparnis wieder aufzuwiegen. Das gilt auch dann, wenn Sie nur einen Teil des Wassers im Wasserkocher erhitzen möchten. Denn grundsätzlich gilt: Je größer die Menge an Wasser, die sie erhitzen möchten, desto geringer fallen die Aufheizverluste der Herdplatte ins Gewicht.
  4. Wasserkocher entkalken
    Kalkablagerungen können die Lebensdauer Ihres Wasserkochers erheblich reduzieren. Daneben wird auch dessen Leistung beeinträchtigt, was wiederum den Verbrauch an elektrischer Energie in die Höhe treiben und langfristig die Heizelemente beschädigen kann. Einer der wichtigsten Stromspartipps in diesem Zusammenhang lautet daher: Regelmäßig den Kocher entkalken!

Im Handel finden sich zahlreiche chemische Mittel zur Entkalkung von Haushaltsgeräten wie Kaffeemaschinen oder Wasserkocher. Günstiger und umweltfreundlicher geht es mit den guten alten Hausmittelchen Essigessenz und Zitronensäure. Einfach etwas Essig oder Essigessenz in den Kocher geben, mit Wasser auffüllen, bis alle Kalkablagerungen bedeckt sind und anschließend einschalten. Nachdem das Wasser-Essig-Gemisch zum Kochen gebracht wurde, kann der Wasserkocher ausgespült werden. Sicherheitshalber empfiehlt es sich, ihn vor der nächsten Benutzung noch ein bis zwei Mal komplett mit Wasser zu füllen und dieses aufzukochen, damit sich auch die letzten Rückstände und Gerüche des Essigs verflüchtigen.

Strom sparen beim Backofen

Backofen vorheizen und auch bis Ende der Garzeit angeschaltet lassen? Alle Informationen dazu finden Sie hier.

11. Stromfresser Klimaanlage zügeln

Auf der Hitliste der Haushalts-Stromfresser stehen Klimaanlagen ganz oben: Die angenehme Abkühlung auf Knopfdruck bezahlen Sie mit einer rund 15 Prozent höheren Stromrechnung, den Klimaanlagen sind vergleichbar mit einem Kühlschrank im Großformat: Ihre Aufgabe ist es einen Raum dauerhaft kühl zu halten, während draußen deutlich höhere Temperaturen herrschen. Doch Wärme kennt normalerweise nur einen Weg, nämlich vom wärmeren zum kühleren Ort. Um ein Temperaturgefälle dauerhaft aufrecht zu erhalten, ist einiges an technischer Raffinesse nötig – und vor allem viel Strom.  Nicht nur Kondensator und Kompressor haben einen hohen Energiebedarf, auch die Ventilatoren der Klimaanlage benötigen Strom, um die abgekühlte Luft anschließend im Raum zu verteilen.

Eine mobile Klimaanlage, die im Sommer etwa 30 Tage lang jeweils 8 Stunden in Betrieb ist, verbraucht in dieser Zeit rund 600 kWh Strom. Das sind etwa 10 bis 15 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs einer vierköpfigen Familie! Mehr als 130 Euro setzen Sie somit in die Luft, wenn Sie die Raumtemperatur im Sommer mittels Klimaanlage regulieren.

Split Klimaanlage

Klimaanlage: Stromverbrauch hängt vom Gerätetyp ab

Doch Klimaanlage ist nicht gleich Klimaanlage. Es sind verschiedene Gerätetypen am Markt, die mit sehr unterschiedlicher Effizienz arbeiten. Grob unterscheidet man zwei Typen: mobile Kleingeräte (sogenannte Monoblockgeräte) sowie fest verbaute Split-Klimaanlagen.

1. Mobile Klimaanlage (Monoblockgerät)

Mobile Klimaanlagen führen die Raumwärme über einen Abluftschlauch nach außen ab. Dazu muss ein Fenster dauerhaft geöffnet bleiben, über das in der Folge ständig warme Luft von draußen nachströmt. Das ist, als ob Sie die Tür Ihres Kühlschranks ständig einen Spalt offen lassen würden! Eine mobile Klimaanlage ist daher nur in der Anschaffung günstig, wird bei dauerhaftem Betrieb aber zu einer wahren Strom- und Geld-Vernichtungsmaschine.

2. Split-Klimaanlage

Moderne Split-Klimaanlagen mit Invertertechnologie schalten sich automatisch ab, sobald die gewünschte Raumtemperatur erreicht ist und brauchen kein geöffnetes Fenster. Dadurch sind diese Geräte deutlich energieeffizienter als die kleinen Monoblockgeräte – sie verbrauchen weniger als die Hälfte an Strom. Allerdings sind sie teurer in der Anschaffung, und ihre Montage erfordert einen Wanddurchbruch.

3. Ventilatoren

Keine Klimaanlage im herkömmlichen Sinne aber  zumindest die stromsparendste Alternative: Raumventilatoren sorgen für frischen Wind, verbrauchen dabei aber deutlich weniger Strom als Klimaanlagen. Gegenüber mobilen Monoblock-Klimageräten definitiv die bessere Lösung!

Comic von Mario Lars: Mit Ökostrom  wird Ihr Fest gleich noch viel grüner. Ich will aber weiße Weihnachten

@ Mario Lars

12. Stromtipps zur Weihnachtszeit für ein günstigeres Fest

An Weihnachten darf es gerne mal etwas zu viel sein: Zu viel essen, zu viel trinken – und zu viel (Öko)Strom verbrauchen. Während die ersten beiden Gepflogenheiten noch unter „typisch weihnachtliche Ausnahme“ verbucht werden können und schlimmstenfalls mit einem schlechten Gewissen einhergehen, kommt der Stromverbrauch doch etwas konkreter, nämlich in Form einer höheren Rechnung daher.

  • Leuchtschmuck nicht zu lange brennen lassen
    Zur Weihnachtszeit sind die Tage kurz und die Nächte lang. Es herrschen also ideale Bedingungen für Lichterketten und sonstigen Leuchtschmuck. Der muss aber nicht die ganze Nacht hindurch von der Festtagslaune künden und sollte rechtzeitig wieder vom Netz getrennt werden, um Strom zu sparen. Und das kann eine ganze Menge sein: eine einzelne Lichterkette mit 10 Lämpchen mit je 25 Watt Verbrauch benötigt rund 70 Kilowatt Strom, wenn sie acht Stunden am Stück in Betrieb ist. Hier lohnt sich der Einsatz einer Zeitschaltuhr, um zu verhindern, dass die Lichterkette unnötig lange leuchtet.
  • Die wirtschaftlichere Alternative: LED-Leuchtschmuck
    Wer in neue Dekoration investieren möchte, sollte sich den LED-Lichterketten zuwenden. Alle Informationen zu LED finden Sie weiter oben.
  • Energieeffiziente Weihnachtsplätzchen
    Auch der Backofen wird zur Weihnachtszeit öfter genutzt als sonst. Daher gibt es auch hier einige Stromspartipps zu beherzigen die Sie hier finden können. 

Rebound Effekt beim Stromverbrauch - Mehrverbrauch trotz stromsparende Geräte

Meine Frau hat neulich einen Online-Shop für Designerklamotten gefunden, wo es immer 50% Rabatt gibt. Nun sollte man meinen, dass die Ausgaben für Kleidung meiner Gattin deutlich sinken sollten. Pustekuchen, jetzt gibt sie noch mehr aus, denn die Klamotten sind ja so billig. Ein ähnlich paradoxes Phänomen zeigt sich auch beim Stromverbrauch. So kann eine höhere Stromeffizienz dazu führen, dass der Stromverbrauch im Gesamten ansteigt, weil Verbraucher ihr Verhalten ändern. Dies ist der sogenannte Rebound-Effekt.

Der Rebound-Effekt am Beispiel der Beleuchtung

Im Laufe der Jahrhunderte kam es zu einem massiven Anstieg bei der Nachfrage nach Beleuchtung. Dies ist unter anderem auch an den erreichten Verbesserungen bei der Energieeffizienz festzumachen. Die Entwicklung von neuen Technologien führte dazu, dass die Beleuchtung immer effizienter und dadurch auch kostengünstiger wurde. Wurden ursprünglich ausschließlich Kerzen zur Beleuchtung eingesetzt, kam es mit der Zeit zum Einsatz von Lampen, die zunächst mit Walöl und später dann mit Erdgas beleuchtet wurden. Zum Schluss führte die Erfindung der Glühbirne zur effizientesten und zugleich auch gefahrlosesten Form der Beleuchtung.

Doch auch die Glühbirnen wurden im Laufe der Jahre weiterentwickelt und immer effizienter. So wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts die bis dahin eingesetzten Kohlefaserglühbirnen durch Wolframglühbirnen ersetzt und der Energieverbrauch damit um ein Viertel reduziert. Befürchtungen einiger Elektrizitätswerke, dass es nun zu Umsatzeinbußen kommen würde, bestätigten sich jedoch nicht.

Der Rebound Effekt - Comic von Mario Lars

Comic @Mario Lars

In Gegenteil - der Gesamtverbrauch stieg aufgrund des Rebound-Effekts sogar noch an. Zwischen den Jahren 1900 und 2000 stieg die Nachfrage nach Beleuchtung deutlich stärker als das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. Durch eine Steigerung der Energieeffizienz um den Faktor 1000, betragen die Kosten für unsere Beleuchtung nur noch 0,3 Promille derer zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Im gleichen Zeitraum sanken auch die Kosten der verwendeten Energieträger, wenn auch in deutlich geringerem Umfang.

Ein weiterer Grund für die Nachfragesteigerung liegt an der Zunahme des allgemeinen Wohlstands, welcher mit Beginn der Industrialisierung einsetzte. Damit verbunden stieg auch die von einem Haushalt im Schnitt bewohnte Wohnfläche stark an. Zusätzlich konnten sich die Menschen aufgrund steigender Löhne eine größere Anzahl an Lampen und anderen Beleuchtungsmitteln leisten.

Mehr Wärme zum gleichen Preis: Heizen und Solarthermie

Mit ähnlichen Folgen rechnet das Umweltbundesamt, wenn Privathaushalte mit einer eigenen Solarthermieanlage am Dach Warmwasser herstellen. Manche Nutzer könne das zu einer gewissen Sorglosigkeit verleiten, nach dem Motto: Die heiße Dusche kostet nichts, sobald die Sonne scheint. In der Folge wird länger und wärmer geduscht oder auf einen effizienten Brausekopf verzichtet. Doch zu bedenken ist: Auch die Trinkwasser-Aufbereitung und die Entsorgung von Abwasser verbraucht Energie. Zudem kommt die Solaranlage schnell an ihre Grenzen, wenn jedes Familienmitglied morgens gut 10 Minuten lang das Wasser plätschern lässt.

WEMAG Comic "Haben Sie ein sparsameres Modell?" "Aber ja, dieser Schrank verbraucht gar keinen Strom" Comic @Mario Lars

@Mario Lars

Rebound-Effekt: Effiziente Haushaltsgeräte als Stromfalle?

Auch Kühlschränke, Fernseher oder Spülmaschinen verbrauchen dank effizienterer Technologien immer weniger Strom. Doch in vielen Haushalten sinkt der Stromverbrauch nicht im gleichen Maß. Ein möglicher Grund: Viele Konsumenten neigen dazu, sich immer größere und leistungsstärkere Geräte anzuschaffen. Ein größer dimensionierter Kühlschrank verbraucht insgesamt aber mehr Strom als ein Kleingerät - auch wenn er das auf effiziente Weise tut. Dadurch kann die Stromrechnung sogar steigen, obwohl man auf ein effizienteres Gerät umgerüstet hat.

Ein weiteres Beispiel sind Notebooks. Die Geräte der neuesten Generation verbrauchen zwar viel weniger Strom als ein alter Stand-PC. Doch dafür besitzt heute oft jedes Familienmitglied sein eigenes Notebook, so dass insgesamt doch wieder mehr Energie verbraucht wird. Und auch unsere Nutzungsgewohnheiten haben sich verändert. Videotelefonie, Streaming-Dienste oder Online-Games sorgen für einen enormen Datenverkehr und damit für einen erhöhten Stromverbrauch der Rechenzentren im Hintergrund. Der Datenverkehr im deutschen Mobilfunknetz hat sich übrigens innerhalb von nur 5 Jahren versechsfacht: von rund 575 Millionen Gigabyte im Jahr 2015 auf stattliche 3.500 Millionen Gigabyte im Jahr 2020. Möglich ist das nur, weil wir - bezogen auf das Datenvolumen - immer billiger surfen oder streamen. Die dadurch möglichen Einsparungen werden aber durch den Mehrverbrauch "aufgefressen".

Digitalisierung: Klima-Sündenfall oder Chance?

Generell spielt die Digitalisierung eine sehr ambivalente Rolle, was das Thema Stromverbrauch betrifft. Einerseits ist die Energiewende auf digitale Technologien angewiesen: Kleinkraftwerke werden in der Cloud vernetzt, um sie virtuell zu steuern. Digitale Analyse- und Planungstools helfen dabei, Stromerzeugung und -verbrauch in dezentralen Netzen gut zu koordinieren. Auch Smart-Home-Technologien können den Strombedarf im Haushalt zähmen: Etwa indem die Spülmaschine "lernt", sich nur dann einzuschalten, wenn es gerade genug Strom aus der hauseigenen Solaranlage gibt. Zugleich verbraucht die smarte Vernetzung und Steuerung von Anlagen oder Geräten aber auch selbst Strom und sorgt somit für den Rebound-Effekt.

Wissenschaftler des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und der Technischen Universität Berlin haben in einer kürzlich veröffentlichten Studie untersucht, wie sich die Digitalisierung insgesamt auf den Energieverbrauch auswirkt. Das Fazit der Experten fällt durchwachsen aus: Zwar sind viele Prozesse oder Geräte durch digitale Technologien effizienter geworden. Diese Einsparungen werden aber durch eine erhöhte Nachfrage konterkariert. Hinzu kommt, dass die Herstellung, Nutzung und Entsorgung moderner Informations- und Kommunikationstechnik enorme Mengen an Energie und Ressourcen verschlingt. Insgesamt bewirken diese Rebound-Effekte, dass unser Energieverbrauch durch die Digitalisierung leider nicht schon "automatisch" sinkt.

Rebound-Effekte vermeiden: Was können wir alle tun?

Effizienzsteigerungen sind somit kein Selbstzweck und kein Allheilmittel, um unseren Energiebedarf zu bändigen und die Klimakrise gut zu bewältigen. Am Ende zählt nur, wie viel Strom tatsächlich verbraucht wird - und wie wir diesen erzeugen. Um das Potenzial von Effizienzsteigerungen voll auszuschöpfen, ist unser Nutzungsverhalten entscheidend: Braucht es wirklich eine Raumtemperatur von mehr als 22 Grad, ein tägliches Vollbad oder 15-minütige Duschorgien? Und ist nicht vielleicht ein Spaziergang erholsamer als die fünfte Serienfolge zu streamen? Jede eingesparte Kilowattstunde schont den eigenen Geldbeutel und hilft uns langfristig, die dringend nötige Trendwende im Bereich Klimaschutz zu schaffen.

Projekt für Umweltschutz in MV

Die wichtigsten Gründe zum Strom- und Energie sparen

Aber warum sollte man Strom und Energie sparen?

Wer mit knappen Ressourcen sparsamer umgeht, profitiert in mehrfacher Hinsicht. Immerhin sind viele Energieträger und die für die Energiegewinnung notwendige Infrastruktur (z.B. Kraftwerke und Leitungen) nur begrenzt verfügbar. Insofern wirkt sich das Energiesparen nicht nur positiv auf die Natur aus, sondern hat auch politische und ökonomische Vorteile.

Grund 1 zum Energie und Strom sparen: Kosten senken

Wer weniger Energie verbraucht, wird dauerhaft sparen. Aus diesem Grund lohnt es sich, sparsamer mit Energie umzugehen und zu versuchen, die Energieeffizienz zu verbessern. Wer weniger Energie verbraucht, ist unabhängiger von zukünftigen Preissteigerungen und kann somit sein Budget entlasten – das gilt für Haushalte ebenso wie für Unternehmen.

Strom und Energie sparen
Die Erde mit Ansicht auf Afrika und Europa

© Arek Socha

Grund 2 zum Energie und Strom sparen: Natur- und Umweltbelastung minimieren

Tatsache ist, dass der Energieverbrauch zum Teil verheerende Auswirkungen auf die Umwelt hat. Durch den Verbrennungsprozess entstehen bei der Strom- und Wärmegewinnung (z.B. in Kraft- und Heizwerken sowie bei industriellen Prozessen) nachhaltige Umweltbelastungen. Je nach Energieträger – Gas, Mineralölprodukte, Biomasse oder Kohle – werden bei der Verbrennung verschiedene Gase freigesetzt. Und das ist noch nicht alles: Auch die dabei entstehenden Abfallprodukte wie Feinstaub, Treibhausgase (z.B. Methan, CO2) und Stickoxide (NOX) wirken sich negativ auf das Klima, die Umwelt und den Menschen aus.

Was viele nicht wissen: Durch einen sparsameren Energieverbrauch lassen sich auch hohe gesellschaftliche Kosten vermeiden. Je höher die Umweltbelastungen durch den Energieverbrauch sind, desto stärker können die Kosten im Gesundheitswesen und die Ausgaben für den Bau von Lärmschutzwänden und Co. steigen. Insofern profitiert nicht nur die Natur von einem geringen Energieverbrauch, sondern jeder einzelne.

Grund 3 zum Energie und Strom sparen: Abhängigkeit von Energielieferung senken

Es ist leicht verständlich, warum ein sparsamer Stom/Energieverbrauch ökologische und ökonomische Vorteile hat. Doch was hat Energie mit Politik und Volkswirtschaft zu tun? Die Antwort ist: Eine ganze Menge. Fossile Energieträger wie Kohle, Erdgas und Öl sind nur begrenzt vorhanden und werden auf umständliche (und teure!) Weise gewonnen. Da fossile Energieträger in Europa nur sehr begrenzt vorhanden sind, besteht eine hohe energetische Abhängigkeit vom Ausland. Das Problem: Fossile Energieträger werden weltweit benötigt und sind daher stark nachgefragt. Abgesehen davon stammen die Energieträger oft aus geopolitischen Krisenregionen.

Auch der Umstieg auf erneuerbare Energieträger wie Biogas bedeutet nicht, dass man grenzenlos Energie verbrauchen kann. Da Holz, Energiepflanzen und Co. nur in begrenzter Menge verfügbar sind, müssen sie bei einer erhöhten Verwendung ebenfalls importiert werden. Somit verringert ein sparsamer Energieverbrauch die energetische Abhängigkeit vom Ausland sowie starke Preisschwankungen.

Wer mehr Strom und Energie spart und die Energieeffizienz durch moderne Anlagen und Co. erhöht, schützt die Umwelt, seinen Geldbeutel und trägt zu einem besseren Leben für die Allgemeinheit bei. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis stimmt in jeder Hinsicht – egal ob für kleine Haushalte oder große Unternehmen.

Weniger Energie/Strom verbrauchen und die Energieeffizienz erhöhen – das sind zwei Ziele, die der Umwelt zuliebe jeder erreichen sollte.

Wir unterstützen Sie mit unserem Partner, der Energie-Sparzentrale GmbH, dabei, Energiekosten und den CO2 Verbrauch durch geeignete Maßnahmen zu senken. Informieren Sie sich direkt bei unserem Partner unter www.energie-sparzentrale.de. Als WEMAG-Kunde erhalten Sie dort exklusiv 20 % Rabatt auf alle Dienstleistungen.

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