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Green Cruising mit der AIDAnova: Kreuzfahrt ins Grüne

16.07.2019

Kreuzfahrten stehen nicht gerade in dem Ruf, eine besonders nachhaltige Form des Reisens darzustellen. Der Verbrauch an Kraftstoff und Schweröl der Kreuzfahrtschiffe ist enorm und mit Umweltschutz scheint es weit her zu sein. Auf der AIDAnova möchte man nun neue Wege gehen. Das Passagierschiff hat sich das Green Cruising auf die Fahne geschrieben. Mit Flüssigerdgas soll es fortan mit Volldampf in Richtung Nachhaltigkeit gehen.

Nachhaltig über die Weltmeere

Das Passagierschiff AIDAnova bietet eine echte Innovation. Anders als andere Kreuzfahrtschiffe wird es zu 100 Prozent mit Flüssigerdgas betrieben. Der Rückgang der Schadstoffemissionen kann sich sehen lassen, denn der Ausstoß von Stickoxiden verringert sich um erstaunliche 80 Prozent, die CO2-Emissionen gehen um 20 Prozent zurück. Das Konzept Green Cruising beschränkt sich jedoch nicht auf den Antrieb allein. Hinzu kommen innovative, ressourcenschonende und vor allem energieeffiziente Technologien im Hotel- und Gastronomiebereich für noch mehr Nachhaltigkeit.

Die AIDInova in der Werft mit Kussmundbemalung

Das erste Passagierschiff mit 100% Flüssigerdgas

Unter Federführung der Meyer Werft und zusammen mit weiteren Partnern wird mit der AIDAnova die Welt der Kreuzfahrtschiffe revolutioniert. Das Passagierschiff ist das erste seiner Art, welches zu 100 Prozent mit Flüssigerdgas (LNG, Liquified Natural Gas) betrieben wird. Die vier leistungsstarken Motoren werden vom namhaften Unternehmen Caterpillar geliefert und bilden das Herzstück des Antriebssystems. Zusammengesetzt wird das auf Nachhaltigkeit optimierte Passagierschiff AIDAnova in der Warnemünder Neptunwerft.

Die AIDA Nova mit Kussmund
Die AIDInova unterwegs auf den Weltmeeren

Green Cruising durch sauberen Brennstoff

Flüssigerdgas gilt als der sauberste fossile Brennstoff der Welt. In drei Tanks wird das Flüssiggas bei 162 °C gelagert. Vor der Verflüssigung durchläuft das Erdgas einen mehrstufigen Reinigungsprozess, wodurch sich die CO2-Emissionen um 20 Prozent verringern. Der Ausstoß an Stickoxiden nimmt beim Green Cruising um stolze 80 Prozent ab. Ein noch besserer Wert kann bei den Emissionen von Rußpartikeln und Schwefeloxiden erzielt werden. Da statt Schweröl Flüssigerdgas zum Einsatz kommt, geht deren Ausstoß sogar um voll 100 Prozent zurück. Hinzu kommen weitere innovative Systeme wie beispielsweise die Wärmerückgewinnung und ein intelligentes Energiemanagement, dank deren Hilfe sich der ökologische Fußabdruck noch weiter reduzieren lässt.

Ein Schritt in die richtige Richtung – auch für den NABU

Die AIDAnova symbolisiert eine Änderung, für die es höchste Zeit wurde. Bislang galten Kreuzfahrtschiffe mit ihren Schweröl-Dieselmotoren als besonders große Umweltsünder. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) kritisiert bereits seit langem die schlechte Umweltbilanz der Ozeanriesen. Dass ausgerechnet von diesem Verein nun eine Empfehlung – wenn auch unter Einschränkungen – ausgesprochen wird, muss schon einen guten Grund haben. So richtig sauber ist zwar keines der Schiffe, aber mit der AIDAnova reist man künftig am umweltschonendsten. Künftig deswegen, weil sich das Schiff noch im Bau befindet. Erst kürzlich hat es das Baudock der Meyer Werft verlassen.

Auch statistisch gesehen wird die AIDAnova in ganz anderem Fahrwasser unterwegs sein. Von den 76 Kreuzfahrtschiffen, die im europäischen Raum derzeit unterwegs sind, fahren 75 mit Schweröl und ohne effektive Abgastechnik. Acht davon haben erst in diesem Jahr den Stapellauf absolviert. Das zeigt, dass sich der neue Standard des Green Cruising mit der AIDAnova noch ganz am Anfang befindet.

Fazit:
Mit der AIDAnova rückt der Umweltschutz jetzt auch bei Kreuzfahrten in den Fokus. Emissionsfreie Kreuzfahrtschiffe müssen nicht länger eine Vision bleiben, denn dieses Passagierschiff zeigt, wie mit dem Konzept des Green Cruising mehr Nachhaltigkeit auf die Weltmeere gelangt.

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