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Kühlschrank richtig einräumen und so Strom sparen

6. Oktober 2020

Eine gefühlte Ewigkeit steht die Kühlschranktür offen, bevor Sie die angebrochene Käsepackung in der hintersten Ecke finden. Das kennen Sie? Doch wussten Sie auch, dass das leidige Kühlschrank-Chaos neben Ihrem Nervenkostüm auch Ihr Haushalts-Budget strapaziert? Mit den folgenden Kühlschranktipps sparen Sie Stromkosten und schaffen nebenbei wohltuende Ordnung.

1. Kühlzonen richtig nutzen um den Kühlschrank stromsparend einzuräumen

Im Kühlschrank herrscht keine einheitliche Temperatur. Da kalte Luft absinkt, ist es im unteren Kühlschrankbereich um bis zu 7° C kälter als in den oberen Zonen. Außerdem bleibt die Temperatur im hinteren Bereich konstanter kühl als weiter vorne - wo jedes Mal, wenn Sie die Tür öffnen, ein Schwall warmer Luft in den Kühlschrank eindringt. Dieses Temperaturgefälle können Sie nutzen, um Lebensmittel mit unterschiedlichem Kühlbedarf optimal unterzubringen. Der Nutzen liegt auf der Hand: Leicht Verderbliches hält länger, ohne dass Sie die Kühltemperatur extra niedrig stellen müssen. Umgekehrt nimmt empfindliches Obst und Gemüse nicht durch zu tiefe Temperaturen Schaden. Was gehört nun wohin?

  1. Unterste Kühlschrank Ablage: Hier fühlen sich rasch verderbliche Lebensmittel wie Fleisch, Wurst, Schinken und frischer Fisch wohl. Am kältesten ist es im Bereich der Rückwand, dort bleiben empfindliche Speisen am längsten frisch.
  2. Mittleres Kühlschrank Fach: Die Mitte des Kühlschranks eignet sich optimal für Milchprodukte wie Joghurt, Sahne, Quark, angebrochenen Käse und Frischkäse oder vegane Ersatzprodukte wie Tofu und Sojajoghurt.
  3. Oberes Kühlschrank Fach: In dieser vergleichsweise warmen Zone herrschen gute Bedingungen für Lebensmittel mit geringem Kühlbedarf. Dazu zählen originalverpackter Käse, gegarte Speisen, Fertigsalate, Konserven oder Kuchen.
  4. Gemüsefach: In der abgetrennten Gemüselade ist es ebenfalls etwas wärmer - optimal zur Lagerung vieler Obst- und Gemüsesorten. Vorsicht: Südfrüchte wie Bananen und Orangen sollten nicht im Kühlschrank gelagert werden, da sie hier an Geschmack verlieren. Das Gleiche gilt für Gemüsesorten wie Tomaten, Paprika, Gurken, Avocados sowie für Basilikum, das im Kühlschrank rasch welk wird. Auch Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch gehören nicht in den Kühlschrank, da sie hier rasch austreiben oder zu schimmeln beginnen. Sollte es im Gemüsefach einmal eng werden: Kälteunempfindliches Wintergemüse wie Kohl können Sie problemlos auch in den normalen Kühlschrankfächern lagern.
  5. Kühlschranktür: Im Türbereich werden Lebensmittel mit geringem Kühlbedarf gelagert. Dazu zählen Eier, Butter, Margarine, Marmelade, Senf und Ketchup, Saucen, Pflanzenöle, Getränke oder angebrochener Wein. Angebrochene Milchpackungen sollten Sie hingegen nicht in die Kühlschranktür stellen, sondern nach Möglichkeit im unteren oder mittleren Kühlschrankfach unterbringen.
  6. Kaltzone ("Fleischfach"): Neuere Kühlschränke haben heutzutage oft ein eigens für Frischfleisch oder -fisch bedachtes Fach, wo die Temperatur auf nahezu 0 Grad abgekühlt wird. Dadurch verlängert sich die Haltbarkeit um einige Tage. Kühlschränke aus dem oberen Preissegment verfügen heute oft über eine dynamische Kühlung. Das bedeutet, dass ein Ventilator die Luft gleichmäßig im Inneren des Kühlschranks verteilt. Dadurch bleibt es auf allen Etagen annähernd gleich kühl und Sie können Lebensmittel einräumen, wo immer gerade Platz ist.
Kühlschrank richtig einräumen und so Strom sparen

© Nina Garman

Ein gut gefüllter Kühlschrank - hier wird Strom gespart da die Lebensmittel die Kälte speichern

2. Kalt ist nicht gleich kalt: Temperatur richtig einstellen

Eine Kühltemperatur von 6 bis 7° C (gemessen im mittleren Fach) reicht normalerweise vollkommen aus, damit Ihre Lebensmittel frisch bleiben! Bei Geräten mit herkömmlichen Drehreglern wird diese Temperatur oft schon bei Stufe 1 oder 2 erreicht. Läuft das Gerät auf Hochtouren, dann steigen auch die Kosten: Durchschnittlich benötigt ein Kühlschrank für eine um 1 Grad verringerte Temperatur um 5 bis 6 Prozent mehr Strom. Am besten prüfen Sie die Temperatur mithilfe eines Kühlschrank-Thermometers und passen die Einstellung des Reglers entsprechend an.

3. Klotzen statt Kleckern: Gut gefüllter Kühlschrank ist effizienter

Viele Lebensmittel benötigen auch viel Strom zum Kühlen? Das ist ein Trugschluss. Denn sobald Sie die Türe öffnen, gelangt warme Luft in den Kühlschrank, die anschließend wieder gekühlt werden muss. Lebensmittel und Getränke hingegen speichern die Kälte und wirken damit ähnlich wie ein Kühlakku. Notfalls können Sie Leerräume mit Getränkeflaschen auffüllen.

4. Alter vor Schönheit: Neue Lebensmittel hinten einräumen

Wer neue Lebensmittel im Kühlschrank konsequent nach hinten packt, benötigt weniger Zeit, um angebrochene Packungen zu finden. Die Tür steht so weniger lang offen. Zudem behalten Sie besseren Überblick über Ihre Vorräte und verhindern, dass Lebensmittel verderben.

5. Alles in einem Schwung: Wocheneinkauf richtig verstauen

Sie kommen mit prall gefüllten Taschen vom Supermarkt oder Wochenmarkt nach Hause und Ihre "Beute" muss dringend in den Kühlschrank. Was nun: Tür auf und zu oder doch besser alles in einem Schwung einräumen? Die Experten von Stiftung Warentest haben die Probe aufs Exempel gemacht und eine Kühlschranktür jeweils 50 mal für 15 Sekunden und anschließend 25 mal für 45 Sekunden geöffnet. Das Ergebnis: Bleibt die Tür längere Zeit, aber dafür weniger häufig offen, ist der Stromverbrauch geringer als bei ständigem Öffnen und Schließen. Am besten stellen Sie Ihren Einkauf daher auf eine Ablage neben dem Kühlschrank und räumen von dort alles zügig in einem Schwung ein.

6. Cool bleiben: Warme Lebensmittel abkühlen lassen

Gekochte Speisen sollten vollständig abgekühlt sein, bevor sie in das Kühlgerät eingeräumt werden. Warme Lebensmittel verursachen einen erhöhten Kühl- und damit Strombedarf.

7. Eiskalt erwischt: Den Frost nutzen zum Strom sparen

Gefrorene Lebensmittel tauen Sie am besten im Kühlschrank auf, nicht bei Raumtemperatur, wo es leicht verderblichen Produkten rasch zu warm wird. Außerdem wirkt das auftauende Gefriergut wie eine Art Kühlakku - Ihr Kühlschrank braucht so weniger Strom. Dasselbe Prinzip können Sie sich im Winter zunutze machen: Stellen Sie eine Wasserflasche nach draußen und lassen Sie diese gefrieren. Wieder eingeräumt sorgt sie im Kühlschrank für natürliche Kälte.

8. Hitzestau vermeiden: Der richtige Ort für Ihren Kühlschrank

Natürlich entscheidet auch der Aufstellort über den Stromverbrauch: Je höher die Außentemperatur, desto mehr muss Ihr Kühlschrank arbeiten. Sinkt die Raumtemperatur um 1° C, sparen Sie bis zu 6 Prozent an Strom ein! Das Gerät sollte daher möglichst weit entfernt von Wärmequellen wie Heizkörpern und anderen Elektrogeräten stehen, auch direkte Sonneneinstrahlung sollten Sie vermeiden. Prüfen Sie außerdem regelmäßig die Lüftungsschlitze oder -gitter und entfernen Sie Staub und Ablagerungen, damit die Luft ungehindert zirkulieren kann.

9. Freut Umwelt und Geldbörse: Stromfresser rechtzeitig entsorgen

Hat Ihr Kühlschrank schon 10 Jahre oder mehr auf dem Buckel? Dann sollten Sie über einen Austausch nachdenken - auch Ihrer Stromrechnung zuliebe: Verglichen mit einem neuen, sparsamen Gerät verbraucht ein 15 Jahre alter Kühlschrank um 70 Prozent mehr Strom. Pro Jahr belastet das Ihr Haushaltsbudget mit rund 80 Euro. Und selbst wenn Ihr Kühlschrank noch nicht so lange in Betrieb ist, sollten Sie regelmäßig die Dichtungen überprüfen: Sind sie porös sind oder schließen schlecht, wird auch das beste Gerät zum Stromfresser. Erneuern Sie in diesem Fall die Dichtungen, falls möglich, oder tauschen Sie das Gerät gleich aus. Die derzeit effizientesten Geräte am Markt sind mit der Energieeffiziensklasse A+++ gekennzeichnet.

Die Energieeffizienzklassenkennzeichnung A++, A++. A+, A, B, C und D
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