WEMAG AG verzeichnet für 2016 positiven Geschäftsverlauf mit leichtem Wachstum

18. Juli 2017

WEMAG-Vorstand Caspar Baumgart, Klaus-Michael Glaser, Geschäftsführer des Kommunalen Anteilseignerverbandes und Michael Ankermann, Verbandsvorsteher des Kommunalen Anteilseignerverbandes der WEMAG (v.l.). Foto: WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

Positives Ergebnis im Vertrieb / Kompetenz bei erneuerbaren Energien ausgebaut / Investitionen in Netzanlagen / Ausschüttung an kommunale Anteilseigner konstant

Die WEMAG AG blickt für 2016 auf einen positiven Geschäftsverlauf zurück. „Der Jahresüberschuss liegt bei rund 21 Mio. Euro und damit etwa fünf Prozent über dem des Vorjahres“, sagte Caspar Baumgart, kaufmännischer Vorstand der WEMAG. „Das sehr gute Ergebnis konnte durch stabile Einnahmen im Netzgeschäft, ein nochmals leicht verbessertes Ergebnis im WEMAG-Vertrieb und vor allem durch den engagierten Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erzielt werden, die sich den wandelnden Aufgaben der Energiebranche mit hoher Leistungsbereitschaft und Flexibilität gestellt haben“, so Baumgart weiter.

Positives Vertriebsergebnis

Der Vertrieb erzielte für das Jahr 2016 ein positives Ergebnis. Trotz des hohen Wettbewerbsdrucks konnten im Privatkundensegment sowohl Strom- als auch Erdgaskunden neu hinzugewonnen und bestehende Verträge verlängert werden. Dazu trugen Angebote bei, mit denen flexibel auf die Entwicklungen der Marktpreise reagiert wurde.

Auch der Geschäftskundenbereich beendete dank seiner konsequenten Ausrichtung auf kleine und mittelständische Unternehmen das Geschäftsjahr erfolgreich. Die Fokussierung auf ausgewählte Kundengruppen und Branchen, die vor drei Jahren eingeleitet wurde, hat sich bewährt, obwohl sie mit einem deutlichen Rückgang der vermarkteten Strom- und Erdgasmengen einhergeht.

Investitionen in erneuerbare Energien

Mit der mea Energieagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH, einem 100-prozentigen Tochterunternehmen, investiert die WEMAG seit mehreren Jahren in den Bau von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien (EE). Neben Photovoltaik- und Biogasanlagen liegt der Schwerpunkt aufgrund der besseren Wirtschaftlichkeit auf der Planung, Installation und dem Betrieb von Windenergieanlagen. „In diesem Zusammenhang ist bedauerlich, dass die schon 2011, nach Fukushima, angestoßene Ausweisung neuer Windeignungsgebiete nach inzwischen über sechs Jahren in keiner der vier Planungsregionen des Landes noch immer nicht abgeschlossen wurde“, erklärte Caspar Baumgart.

Über die Norddeutsche Energiegemeinschaft eG bietet die WEMAG Bürgern bereits seit 2011 die Möglichkeit, sich als Genossenschaftsmitglied am Umbau der Energiewirtschaft zu beteiligen und finanziell von der Energiewende zu profitieren. Zum Jahresende 2016 zählte die Genossenschaft 929 Mitglieder, die zusammen Anteile im Gesamtwert von 4,99 Mio. Euro gezeichnet haben. Die lange Warteliste für den Kauf weiterer Anteile spricht für den Erfolg der Genossenschaft, die inzwischen 20 Photovoltaikanlagen und zwei Windenergieanlagen mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 21,8 Mio. Euro betreibt.

Investitionen in Netzanlagen

Das Geschäftsjahr 2016 war durch ein weiterhin hohes Investitionsvolumen von 24,9 Mio. Euro in die Netzanlagen gekennzeichnet. Die Baumaßnahmen am neuen Umspannwerk Brahlstorf wurden im zweiten Halbjahr 2016 abgeschlossen. Als weiteres Projekt in der Umspannung von der Hoch- zur Mittelspannung stand die Fortsetzung der Arbeiten in den Umspannwerken Wattmannshagen (Neubau), Hagenow (110-kV-Schaltanlage) und Görries (110-kV-Sammelschienenschutz) im Mittelpunkt.

Ausschüttungen an kommunale Anteilseigner konstant

 

Das Geschäftsjahr 2016 ist das siebte Jahr nach der Kommunalisierung der WEMAG. Vom Kommunalen Anteilseignerverband (KAV) der WEMAG werden 74,76 Prozent, von der Thüga Aktiengesellschaft 25,10 Prozent und von der Stadt Grabow 0,14 Prozent der WEMAG-Aktien gehalten.

Die Ausschüttung an die Aktionäre der WEMAG ist mit 16,05 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr gleich geblieben. Am 17. Juli hat der KAV den Beschluss gefasst, an die Gemeinden ebenfalls in Vorjahreshöhe aus dem zugeflossenen WEMAG-Ergebnis auszuschütten. „Damit können die rund 230 kommunalen Anteilseigner in Westmecklenburg und der Prignitz, denen die WEMAG seit 2010 gehört, mit einer konstanten Größe rechnen“, so Michael Ankermann, Verbandsvorsteher des Kommunalen Anteilseignerverbandes der WEMAG. „Angesichts der gleichbleibend hohen Gewinnausschüttung ist damit zu rechnen, dass der Kommunale Anteilseignerverband seinen Kredit, den er 2009 für den Ankauf der Aktien von Vattenfall aufgenommen hat, deutlich früher tilgen kann als vorgesehen“, ergänzte Klaus-Michael Glaser, Geschäftsführer des KAV.