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WEMACOM nimmt in Klütz Testbetrieb am Netzknotenpunkt (PoP) auf

5. Februar 2021

Weiterer Meilenstein beim geförderten Breitbandausbau im Landkreis Nordwestmecklenburg erreicht

Am 20.08.2018 hatte die WEMACOM Breitband GmbH, Tochter der WEMAG AG, vom Landkreis Nordwestmecklenburg den Zuschlag für den Breitbandausbau in 14 Projektgebieten erhalten. Dieses hochkomplexe Vorhaben befindet sich inzwischen auf der Zielgeraden. 95 Prozent des Trassennetzes sind gebaut und sukzessive gehen die Netzknotenpunkte (Points of Presence, PoP) in den Testbetrieb. Gemeinsam mit ihrem Auftraggeber, dem Landkreis Nordwestmecklenburg, hat die WEMACOM die Einweihung des Netzknotens in Klütz genutzt, um über den aktuellen Stand, die nächsten Schritte sowie die Herausforderungen beim Bau des modernen Glasfasernetzes zu informieren.

Volker Buck (l.), Geschäftsführer der WEMACOM, besuchte gemeinsam mit Dr. Roland Finke, Leiter der Stabstelle Wirtschaftsförderung, Regionalentwicklung und Planen des Landkreises Nordwestmecklenburg, in Klütz einen wichtigen Netzknotenpunkt (Core-PoP), der in den Testbetrieb gegangen ist. Foto: WEMAG/SKRmedia

„Seit dem Baustart im April 2019 haben wir mehr als 1.700 Kilometer Trasse im Landkreis Nordwestmecklenburg gebaut und mit fast 4.000 Kilometer Leerrohr ausgestattet. In diese werden mehr als 6.000 Kilometer Glasfaserkabel eingebracht. Das entspricht einer Strecke von Wismar nach Gibraltar: hin und zurück“, veranschaulicht Volker Buck, Geschäftsführer der WEMACOM, die Dimensionen des geförderten Breitbandausbaus. „Der Breitbandausbau ist ähnlich komplex wie die Organisation eines modernen Straßennetzes. Solange nicht alle Autobahnen und auch Umgehungsstraßen frei und fertig gebaut sind, kann der Verkehr nicht reibungslos fließen“, so Buck. Gemeinsam mit Dr. Roland Finke, Leiter der Stabstelle Wirtschaftsförderung, Regionalentwicklung und Planen des Landkreises Nordwestmecklenburg, besuchte der WEMACOM-Geschäftsführer den Netzknotenpunkt in Klütz – einen sogenannten Core-PoP (Point of Presence). Das unscheinbare, garagenähnliche Gebäude, beherbergt die Technik des regionalen Hauptverteilers, der als einer der ersten in den Testbetrieb geht.

„Gemeinsam mit dem Landkreis möchten wir diesen wichtigen Meilenstein würdigen und den Testbetrieb des PoP in Klütz starten“, so Volker Buck. An den Netzknoten in Klütz sind sieben weitere PoP angebunden. Der Testbetrieb dieser Netzkomponenten ist ein Standardprozess, um Anschaltungs-, Belastungs-, Störungs- und Havarieszenarien zu simulieren. „Diese Testphase dauert einige Wochen und ist ein letzter und wichtiger Schritt vor der eigentlichen Inbetriebnahme“, erklärt der WEMACOM-Geschäftsführer.

Als Vertreter des Landkreises, der Auftraggeber für den geförderten Breitbandausbau in Nordwestmecklenburg ist, freut sich auch Dr. Roland Finke über den neusten Meilenstein des umfangreichen Infrastrukturprojektes. „Die Geschwindigkeit des Tiefbaus war sehr beeindruckend. Mit dem Testbetrieb der Netzknotenpunkte beginnt nun die finale Phase.  Neu ist: Jetzt haben wir die ersten Lichtsignale im Glasfasernetz von Nordwestmecklenburg“, so der Stabsstellen-Leiter.

Eines machten WEMACOM und Landkreis bei der Einweihung des PoP in Klütz noch einmal deutlich: „Nach dem ursprünglichen Zeitplan wollten wir heute schon bei 100 Prozent sein. Unsere Kunden sollten längst surfen. Leider haben die Corona-Pandemie und die Folgen des ersten Lockdowns jedoch zu Verzögerungen dieses hochkomplexen Vorhabens geführt. Das lag vor allem an sehr eingeschränkten Kapazitäten in den Bereichen Steuerung, Planung, Tiefbau und Montage der Hausanschlüsse. Aber auch andere externe Faktoren, auf die wir nur bedingt Einfluss haben, spielen immer wieder eine Rolle“, so Volker Buck. Vor allem die zahlreichen und umfangreichen Genehmigungsverfahren würden viel Zeit in Anspruch nehmen – manchmal auch mehr, als geplant. Alleine 1.975 Standortgenehmigungen waren im Landkreis Nordwestmecklenburg notwendig für die Kabelverzweiger (KvZ), Multifunktionsgehäuse (MFG) und PoP. Außerdem mussten Genehmigungen für rund 40 Bahnquerungen und etwa 20 Autobahnquerungen eingeholt werden.

Der Testbetrieb des ersten Knotenpunktes zeigt nun, dass der Breitbandausbau beharrlich vorangetrieben wird. „Wir verstehen die Ungeduld, gerade auch in der aktuellen Corona-Lage, in der viele Menschen auf Homeoffice und viele Kinder auf Homeschooling angewiesen sind. Was ich Ihnen versprechen kann: Der Breitbandausbau ist nicht nur auf dem Weg, er ist auf der Zielgraden“, so Volker Buck.