Technik-Studenten begeistert von Flexibilität des Batteriespeichers

11.11.2015
Studenten der Hochschule Wismar besuchten den WEMAG-Batteriespeicher

Studenten der Hochschule Wismar im WEMAG-Batteriespeicher Schwerin-Lankow

Es blubbert nichts, es bewegt sich nichts. Aber als Martin Walther von der WEMAG das Licht ausknipst, um die blinkenden Kontrollsysteme im Batteriespeicher zu zeigen, sind die Wismarer E-Technik-Studenten hellauf begeistert. „Nach Schwerin-Lankow ist die Gruppe gekommen, um den Batteriespeicher einmal in seinem vollen Ausmaß zu sehen“, sagt Prof. Dr.-Ing. Helge Mundt. So sollen die Studenten vor Ort erleben, wie die Theorie praktisch umgesetzt und angewendet wird.“ Organisiert wurde die Führung von Stefanie Werner. Als Verbundstudentin bei der WEMAG Netz GmbH schreibt sie derzeit ihre Bachelor-Arbeit zum Thema „Netzverluste im Netzgebiet der WEMAG Netz GmbH“ an der Hochschule Wismar. „Ich selbst habe vor dem Studium eine Ausbildung bei der WEMAG gemacht und weiß daher, wie wichtig der Praxisbezug ist“, erzählt sie.

Bevor es ins Herzstück des Speichers, zu den Lithium-Ionen-Akkumulatoren ging, erhielten die Studenten von Martin Walther einen Überblick über regenerative Energien und das Engagement der WEMAG in diesem Bereich. Besonders interessiert waren die Studenten der Fachrichtung Energietechnik, Informations- und Elektrotechnik an den Prinzipien des Regelenergiemarktes. Martin Walther erklärte ihnen die Bestimmungen für die Primäregelleistung.

Die Regelleistung sichert die Netzstabilität auch bei unvorhergesehenen Ereignissen. 2015 wurde durch die Kooperation der Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz und Österreich der größte einheitliche Markt für Primärregelleistung in Europa geschaffen. Wichtig sei im Primärregelleistungsmarkt vor allem eine zu jeder Sekunde störungsfreie Lieferung. „Ein großer Vorteil ist, dass der Batteriespeicher bei der Regelungsgeschwindigkeit deutlich schneller ist, als die herkömmlichen Kraftwerke“, sagt Martin Walther. Außerdem setzte man in Schwerin auf eine redundante Systemauslegung, ergänzt er. Der Batteriespeicher in Lankow stellt seit seiner Inbetriebnahme wöchentlich Primärregelleistung bereit.

Seit über einem Jahr sichert der Lithium-Ionen-Speicher jetzt die Netzstabilität. Als Martin Walther von den in dieser Zeit gewonnenen, wertvollen Erfahrungen spricht, bekommt er von einigen Studenten gleich die Nachfrage, ob sie ihre Abschlussarbeiten mit einem Praxis-Thema bei der WEMAG schreiben könnten. „Die Technik ist wegweisend für die Zukunft“, ist der Masterstudent Gerald Duckstein begeistert.

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