Batteriespeicher beweist flexiblen Einsatz im Energiesystem

31. August 2017
Batteriespeicher beweist flexiblen Einsatz im Energiesystem

WEMAG-Vorstand Caspar Baumgart, Andreas Haak, Geschäftsführer der WEMAG Netz GmbH, und Thomas Pätzold aus der WEMAG-Abteilung Energiespeicher und Projekte erläutern der Bundesvorsitzenden der Partei Bündnis 90/Die Grünen, Simone Peter (v.r.n.l.), die Anwendungsmöglichkeiten des Batteriespeichers. Foto: WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

Bundesvorsitzende der Partei Bündnis 90/Die Grünen besucht WEMAG-Batteriespeicher

Die Bundesvorsitzende der Partei Bündnis 90/Die Grünen, Simone Peter, hat am 31. August den WEMAG-Batteriespeicher in Schwerin besucht, um sich vor Ort über die innovative Speichertechnologie zu informieren. Im Rahmen eines Rundgangs erläuterte Thomas Pätzold aus der WEMAG-Abteilung Energiespeicher und Projekte der Bundesvorsitzenden die Funktionsweise der Anlage. In seinen Ausführungen beschrieb Andreas Haak, Geschäftsführer der WEMAG Netz GmbH, unter anderem die Herausforderungen der volatilen Einspeisung von Erneuerbare-Energien-Anlagen in das Stromnetz.

Erst vor etwa sechs Wochen hat in der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns das zweite Batteriespeicherkraftwerk des Öko-Energieversorgers WEMAG offiziell seinen Betrieb aufgenommen. Das neue Kraftwerk liefert eine Leistung von zehn Megawatt (MW) und damit doppelt so viel, wie das im Juli 2014 ans Netz gegangene erste Batteriespeicherkraftwerk. „Wir wollen damit unsere Innovationskraft auf dem Gebiet des Speicherbaus unterstreichen und anderen Marktteilnehmern dieses Know-how anbieten“, sagte der WEMAG-Vorstand Caspar Baumgart. So sollen den Kunden künftig komplette Speichersysteme schlüsselfertig angeboten werden.

„Wenn wir die Klimakrise noch aufhalten wollen, dann geht das nur mit 100 Prozent erneuerbaren Energien – bis 2030 im Strombereich und spätestens bis 2050 in allen anderen Sektoren“, sagte die Bundesvorsitzende der Partei Bündnis 90/Die Grünen, Simone Peter. „Wir brauchen Anreize, um Energie flexibel und effektiv dann zu nutzen oder zu speichern, wenn viel Strom aus Sonne und Wind verfügbar ist. Zu diesen Zeiten wollen wir Speicher auffüllen, um damit Wohnungen zu heizen oder Fahrzeuge anzutreiben“, so die langjährige Energiepolitikerin.

Mitte August dieses Jahres ist in einem bislang einzigartigen Versuch in der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns der Wiederaufbau des abgeschalteten Stromnetzes mit Unterstützung durch das WEMAG-Batteriekraftwerk in Kombination mit einer Gasturbinen-Anlage erfolgreich getestet worden. „Der Batteriespeicher in Schwerin beweist heute schon den flexiblen Einsatz im Energiesystem, beispielsweise nach einem Stromausfall“, kommentierte die Politikerin den erfolgreich durchgeführten Schwarzstartversuch mit Hilfe des WEMAG-Batteriespeichers.

Batteriespeicher beweist flexiblen Einsatz im Energiesystem

Andreas Haak, Geschäftsführer der WEMAG Netz GmbH, und Thomas Pätzold aus der WEMAG-Abteilung Energiespeicher und Projekte erklären der Bundesvorsitzenden der Partei Bündnis 90/Die Grünen, Simone Peter (v.l.), die Arbeitsweise des WEMAG-Batteriespeichers. Foto: WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer