Ast fällt in Stromleitung und löst Waldbrand aus

Ein Waldbrand brach gestern Nachmittag gegen 16:30 Uhr im Bereich des Marinearsenals Jessenitz bei Lübtheen aus, nachdem ein schwerer Ast in eine Mittelspannungsfreileitung der WEMAG Netz GmbH (WNG) gefallen war und Feuer fing. 

Das Feuer ist vom herabgefallenen Ast auf die angrenzende Region übergeschlagen und hat sich von dort aus verbreitet. Die 20kV-Stromleitung wurde durch den Ast stark beschädigt. Zwei Leiterseile sind durchtrennt worden und liegen über mehrere Mastfelder hinweg am Boden. Eine genaue Sichtung und Schadensaufnahme kann erst nach Zutrittsfreigabe von den zuständigen Behörden für die Flächen erfolgen.

"Unsere Mitarbeitenden aus der Netzleitstelle und der Netzdienststelle Hagenow haben die betreffende Stromleitung sofort ausgeschalten, geerdet und nach Absprache mit der Feuerwehr für die Löscharbeiten gesichert", so Julian Bade, Abteilungsleiter Netzdienststellen bei der WNG. 

Aufgrund der ausgefallenden Mittelspannungsleitung ist der Munitionszerlegebetrieb Jessenitz seit gestern Abend nicht mit Strom versorgt. An der Widerversorgung wird derzeit mit Hochdruck gearbeitet. Die umliegenden Ortschaften konnten nach einer Umschaltung durch den Netzbetrieb unmittelbar wieder mit Strom versorgt werden. Das munitionsbelastete Gebiet erschwert die Reparaturarbeiten jedoch stark. "Wir stehen weiterhin im engen Austausch mit den zuständigen Behörden und der Feuerwehr. Sobald die Freigabe der Flächen zum Betreten vorliegt, werden wir mit den Reparaturarbeiten an der Mittelspannungsleitung beginnen", so Bade.

„Zum Schutz der Infrastruktur führen wir regelmäßige Ausholzungsarbeiten im Bereich unserer Freileitungen durch. Auch in dem betroffenen Bereich wurden die für diese Flächen möglichen Arbeiten vor Kurzem durchgeführt. In Gebieten, bei denen wir auf eine Freigabe zum Betreten der Flächen angewiesen sind, ist eine gute Zusammenarbeit und kurzfristige Abstimmung, besonders bei Störungen, von großer Bedeutung“, so Tim Stieger, Geschäftsführer der WEMAG Netz GmbH.

In Anbetracht der Trockenheit und der Wetterbedingungen gilt weiterhin erhöhte Alarmbereitschaft.

„Wir möchten uns bei allen Einsatzkräften vor Ort noch einmal herzlich für das schnelle Eingreifen und die gute Zusammenarbeit bedanken“, sagt Julian Bade abschließend.

WEMI
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