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Moderne Technologie statt Neubau

9. Mai 2018

Zur Montage des Hochtemperaturleiterseiles gehört auch das Anbringen der Abspannketten am 110-kV-Mast. (Foto: WEMAG/Enrico Böckmann)

Neue Hochtemperaturleiterseile auf der Hochspannungsleitung zwischen Parchim und Lübz

Die Umspannwerke Parchim und Lübz sind durch eine Hochspannungsleitung miteinander verbunden. Das Leitungsseil wurde seit gut 30 Jahren genutzt und kam zunehmend an die Grenzen seiner Transportfähigkeit. Die das Seil tragenden Stahlgittermasten sind noch in einem sehr guten Zustand.

„Die begrenzte thermische Belastbarkeit der Leiterseile und deren geringe Durchhanghöhen bei steigenden Temperaturen waren für uns der Anlass, nach Alternativen zu suchen“ erläutert Holger Geetz und verweist darauf, dass Freileitungen festgelegte Mindestabstände von Erdboden, Verkehrswegen und Gebäuden einhalten müssen.

„Anstatt eine komplette Freileitung neu zu bauen, haben wir die vorhandenen Leiterseile gegen neuartige Hochtemperaturleiterseile getauscht“, so der Leiter des Bereiches Netz-Technik bei der WEMAG Netz GmbH. Spezielle Werkstoffe im Leiterseilkern reduzieren die temperaturabhängige Materialausdehnung und ermöglichen einen Dauerbetrieb mit bis zu 210 Grad Celsius Leiterseiltemperatur.

Durch die besonderen Eigenschaften des Hochtemperaturleiterseils konnte die Übertragungsfähigkeit gegenüber einer herkömmlichen Standardfreileitung erheblich gesteigert werden.

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