Junges Forscherteam entwickelt Lösung zum autarken Betrieb einer Weidezaunanlage

08.02.2016
Ein Modell der autarken Weidzaunanlage

Die autarke Weidezaunanlage kann auch in Regionen ohne Stromnetz eingesetzt werden. (Animation: WEMAG/Julian Bade)

Grüner Strom Label e. V. fördert dualen Studenten der WEMAG bei der Entwicklung eines autarken Weidezaungeräts

Im Rahmen des Studiums an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) im Bachelorstudiengang „Regenerative Energiesysteme und Energiemanagement“ haben vier Studierende im Auftrag der WEMAG ein Bachelorprojekt bearbeitet. Aufgabe und Zielstellung waren die Konzeptionierung und Projektierung einer weitestgehend autarken Weidezaunanlage. Die Weidezaunanlagen dienen einerseits dem Schutz von Nutztieren vor äußeren Einflüssen sowie der Sicherung der Herden innerhalb der eingezäunten Weide.

Vor allem auf Weiden, an denen keine elektrische Versorgung mangels Netzanschluss existiert, ist der Einsatz von Weidezaunanlagen problematisch. Daher suchten die jungen Wissenschaftler und angehenden Ingenieure nach einer Lösung, die einen dauerhaften und ortsunabhängigen Betrieb von Weidezaunanlagen ermöglicht.

Nach Prüfung der technischen Parameter sowie der Definition funktionaler Anforderungen haben die Studierenden, Alina Kacic, Ole Hoffmann, Timo Klask und Julian Bade eine innovative und zugleich unabhängige Lösung entwickelt. Zum Einsatz kommt hier insbesondere ein Solarmodul zur Erzeugung elektrischer Energie. „Der Normalbetrieb sieht eine Versorgung eines Weidezaungerätes vor, um den Schutz der Nutztiere zu gewährleisten. Der Nachtbetrieb ist mit einem Akkumulator sichergestellt, um die ausbleibende Einspeisung durch die regenerative Energiequelle zu überbrücken. Die Energieversorgung ist durch den Aufbau eines Inselnetzes, bestehend aus Solarmodul und Akkumulator sichergestellt.“, erläutert Julian Bade, der derzeit ein Duales Studium bei der WEMAG absolviert.

„Die Anlage existiert aber nicht nur auf dem Papier“, ergänzt Julian Bade stolz. „Wir haben sogar eine Pilotanlage errichtet, die nun für Testzwecke genutzt werden kann. Erste Tests verliefen versprechend und haben gezeigt, dass unser Konzept Potential hat. Wir hoffen außerdem, dass unsere Idee auf große Resonanz bei Landwirten trifft!“

Finanziell unterstützt wurden die angehenden Ingenieure durch Mittel aus dem WEMAG-Produkt „Ökoaktivstrom“. Das besondere bei diesem Tarif: ein gewisser Betrag pro verbrauchter Kilowattstunde dient der Förderung regenerativer Anlagen wie z.B. Photovoltaik-, Windkraft- und Biomasseanlagen. Dies wird durch den Grüner Strom Label e.V. organisiert und mit der jährlichen Zertifizierung bestätigt. Neben der autarken Weidezaunanlage konnten bereits viele unterschiedliche Projekte unterstützt werden. Mehr zu den GSL-zertifizierten Produkten der WEMAG finden Sie hier.

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