Erfolgsgeschichte für die Mitglieder

23.05.2016
Die Norddeutsche Energiegemeinschaft eG richtet ihren Fokus jetzt verstärkt auf Windenergieanlagen

Die Norddeutsche Energiegemeinschaft eG richtet ihren Fokus jetzt verstärkt auf Windenergieanlagen. (Foto: Stephan Rudolph-Kramer)

Von der WEMAG organisierte Bürgerbeteiligung steigert kontinuierlich Ergebnis

Anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens blickt die Norddeutsche Energiegemeinschaft eG (NEG) auf einen positiven Geschäftsverlauf. „Insbesondere für unsere Mitglieder können wir sogar von einer Erfolgsgeschichte sprechen“, sagte NEG-Vorstandsmitglied Cornelia Meissner. Nach dem Gründungsjahr konnte das Ergebnis der NEG kontinuierlich gesteigert werden, sodass 2016 im dritten Jahr in Folge eine Dividende von deutlich über 4 Prozent ermöglicht wird. Per 31.12.2015 sind 893 Mitglieder mit zusammen 4,6 Mio. Euro bei der NEG engagiert. Es wurden Investitionen von über 13 Mio. Euro getätigt. Weitere 8,3 Mio. Euro sind in diesem Jahr für Windenergieanlagen geplant. Der Genossenschaft ist es gelungen, die Projektrechte für eine Windenergieanlage mit 2,3 MW in der Prignitz zu erwerben. Sie wird derzeit gebaut und soll im 2. Quartal 2016 ans Netz gehen. Zudem erwirbt die NEG von der WEMAG eine in Betrieb genommene Windenergieanlage im mittleren Mecklenburg.

Die Energiewende fordert besonders in den Gebieten der Flächenversorger wie der WEMAG für das Ableiten des regenerativ erzeugten Stroms einen erhöhten Netzausbau. Diese Netzinvestitionen werden beim derzeitigen System der Netzentgeltermittlung ausschließlich durch die Bürger im Netzgebiet getragen, so dass gerade die WEMAG-Kunden überdurchschnittlich durch den EEG-Ausbau belastet sind. Daher überlegte sich die WEMAG, wie ihre Kunden im Netzgebiet auf anderem Wege vom Ausbau erneuerbarer Energien profitieren können und zugleich die Akzeptanz für Windkraft, Photovoltaik und Biogas in der Region gesteigert werden kann. Die Gründung einer Bürgerenergiegenossenschaft, die das Geschäftsguthaben ihrer Mitglieder gewinnbringend in regenerative Erzeugungsanlagen investiert, schien dabei das geeignete Instrument. Als Initiierungspartner und Gründungsmitglieder konnten fünf Volks- und Raiffeisenbanken aus der Region gewonnen werden. So wurde bereits vor der Reaktorkatastrophe von Fukushima in Schwerin die Norddeutsche Energiegemeinschaft eG gegründet.

NEG-Vorstandsmitglied Cornelia Meissner

NEG-Vorstandsmitglied Cornelia Meissner (Foto: Stephan Rudolph-Kramer)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.