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Mehr Mädchen für den Fußball begeistern: Gemeinsam Perspektiven schaffen

Der Mädchen- und Frauenfußball gewinnt an Aufmerksamkeit. Doch damit aus wachsendem Interesse langfristige sportliche Perspektiven entstehen, braucht es Vereine, engagierte Trainerinnen und Trainer sowie verlässliche Partner. Durch unsere langjährige Partnerschaft mit dem LFV machen wir sichtbar, wie Nachwuchsförderung, Gemeinschaft und ehrenamtlicher Einsatz den Sport in Mecklenburg-Vorpommern stärken.

Der Mädchen- und Frauenfußball gewinnt an Aufmerksamkeit.

Christian Wolkenstein trainiert eine Mädchenmannschaft des FSV 02 in Schwerin. Wenn er auf die vergangenen Jahre blickt, sieht er eine deutliche Veränderung: Der Mädchen- und Frauenfußball habe einen „enormen Entwicklungsschub“ erlebt. Die gestiegene mediale Aufmerksamkeit und erfolgreiche internationale Turniere hätten aus seiner Sicht dazu beigetragen, dass sich heute mehr Mädchen für den Fußball entscheiden. Auch die gesellschaftliche Anerkennung des Frauenfußballs wachse. Gleichzeitig sieht er als Trainer weiterhin großen Handlungsbedarf, insbesondere bei Trainings- und Spielmöglichkeiten sowie bei der Förderung junger Talente.

„Ich würde mir wünschen, dass irgendwann genauso viele Mädchen und Frauen Fußball spielen wie Jungs und Männer, ähnlich wie bei anderen Sportarten. Da sind wir noch lange nicht“, macht Christian Wolkenstein gleich zu Beginn klar.

Für Christian Wolkenstein ist es etwas Besonderes, Teil eines reinen Frauenfußballvereins zu sein.

Genau an diesem Punkt setzt das Engagement der WEMAG an. Seit 2009 arbeiten wir mit dem Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern zusammen. Die Partnerschaft umfasst inzwischen verschiedene Bereiche des regionalen Fußballs: die Nachwuchsförderung, die traditionellen Meisterehrungen der WEMAG-Ligen, die Unterstützung des Mädchen- und Frauenfußballs und seit 2026 auch das Schiedsrichterwesen im Amateurfußball.

Mit unserem Engagement rücken wir 2026 insbesondere zwei Gruppen in den Mittelpunkt: Mädchen und Frauen im Fußball sowie die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter, ohne die kein regulärer Spielbetrieb möglich wäre.

Ein gemeinsames Ziel für den Fußball in der Region.

Ein Verein mit besonderer Verantwortung

Für Christian Wolkenstein ist es etwas Besonderes, Teil eines reinen Frauenfußballvereins zu sein. Solche Vereine gebe es nur selten. Darin sieht er nicht nur ein Alleinstellungsmerkmal, sondern auch eine besondere Verantwortung. Mädchen und Frauen könnten einen solchen Verein gezielt aufsuchen, weil sie dort einen geschützten Raum erwarten. Diesem Anspruch müsse der Verein gerecht werden. Gleichzeitig empfindet er den besonderen Blick auf einen Frauensportverein als Ansporn, eine gute und verlässliche Trainingsarbeit zu leisten.

Sein persönlicher Weg in den Mädchenfußball begann über seine Tochter, die bereits seit mehreren Jahren im Verein spielt. Hinzu kommt seine Freude an der Arbeit mit Kindern und daran, Trainingsmethoden zu entwickeln, mit denen sich die Spielerinnen verbessern können. 

Dabei geht es für ihn nicht darum, Mädchen grundsätzlich anders zu trainieren als Jungen. Entscheidend seien vielmehr die Erfahrungen und Voraussetzungen der jeweiligen Gruppe. Viele Jungen spielten bereits außerhalb des Vereinstrainings regelmäßig Fußball, etwa auf dem Schulhof, auf dem Bolzplatz oder mit Freunden. Bei Mädchen sei dies ebenfalls der Fall, nach seiner Wahrnehmung jedoch seltener. Unterschiedliche Vorerfahrungen und technische Grundlagen müssten deshalb in der Trainingsplanung berücksichtigt werden, damit alle Spielerinnen bestmöglich gefördert werden können. 

Orte schaffen, an denen Mädchen anfangen können

Eine zentrale Herausforderung bleibt die Verfügbarkeit passender Angebote. Gerade in jüngeren Altersklassen gibt es nach Einschätzung von Christian Wolkenstein vielerorts noch nicht genügend reine Mädchenmannschaften. Das gemeinsame Training von Mädchen und Jungen könne gut funktionieren. Für Mädchen, die lieber in einer reinen Mädchenmannschaft beginnen möchten, könne das fehlende Angebot jedoch eine Hürde sein. Positiv bewertet er, dass immer mehr Vereine neben Herrenmannschaften auch Frauen- und Mädchenmannschaften aufbauen.

Mit unserem Engagement für den Mädchen- und Frauenfußball sowie für das Schiedsrichterwesen leisten wir einen Beitrag dazu, den Amateurfußball im Land nachhaltig zu stärken.

Perspektivteams des LFV

Hier knüpfen die Perspektivteams des Landesfußballverbandes Mecklenburg-Vorpommern an. Das Projekt wurde ins Leben gerufen, um die Strukturen für den weiblichen Fußballnachwuchs im Land auf eine breitere Basis zu stellen und neue Anlaufstellen für fußballbegeisterte Mädchen zu schaffen. Die WEMAG unterstützt diese langfristig angelegte Förderung zusätzlich finanziell.

An den Standorten Lohmen, Neustrelitz und Zarrentin können interessierte Mädchen Fußball ausprobieren, sich sportlich weiterentwickeln und einen Zugang zum Vereinssport finden. Weitere Standorte befinden sich im Aufbau. Die Perspektivteams ergänzen damit die kontinuierliche Arbeit der Vereine. Sie schaffen niedrigschwellige Einstiegsmöglichkeiten und helfen dabei, Mädchen nicht nur für ein Probetraining, sondern möglichst langfristig für den Fußball zu gewinnen. 

Genau diese langfristige Perspektive ist auch Christian Wolkenstein wichtig. Aus seiner Sicht möchte sein Verein noch mehr Mädchen für den Fußball begeistern und ihnen ermöglichen, im Verein mit dem Sport aufzuwachsen und möglichst bis in den Frauenbereich dabeizubleiben. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht sportlicher Erfolg um jeden Preis, sondern die Freude am Fußball, die persönliche Entwicklung und das Miteinander im Team. Besonders schätzt er die familiäre Atmosphäre, den engen Zusammenhalt und das Vertrauen in die Trainerinnen und Trainer. 

Ein gemeinsames Ziel für den Fußball in der Region

Es braucht Menschen, die Verantwortung übernehmen: Trainerinnen und Trainer, Vereinsverantwortliche, Familien, Ehrenamtliche und Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter. Die WEMAG möchte mit ihrem Engagement ihre Leistungen würdigen und zugleich mehr Aufmerksamkeit für die Strukturen schaffen, die Mädchenfußball in Mecklenburg-Vorpommern möglich machen.

Anna Steyer

WEMI
Ihr persönlicher KI-Assistent.
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