Direkt zum Inhalt

Die Energie hinter dem Spiel: Ein Blick auf die Menschen im Schiedsrichterwesen

Fußball begleitet Eric Wirth schon sein ganzes Leben. Wer ihn heute auf dem Fußballplatz erlebt, trifft auf einen souveränen Spielleiter. Er sorgt dafür, dass Spiele fair und geordnet ablaufen.

Eric Wirth, Mitarbeiter der WEMAG und Schiedsrichter im Amateurfußball, spricht über Verantwortung, Persönlichkeitsentwicklung und darüber, warum ohne Schiedsrichter kein Spiel stattfinden würde. Dabei war der Weg zum Schiedsrichter ursprünglich gar nicht geplant. 

Eric Wirth beim Einsatz auf dem Spielfeld

Vom Zufall zur Leidenschaft

Manchmal beginnen große Leidenschaften mit einer spontanen Idee. So war es auch bei Eric Wirth. Seit Sommer 2019 ist er als Fußballschiedsrichter aktiv. Einen konkreten Auslöser gab es damals kaum. Heute ist aus der anfänglichen „Schnapsidee“, wie er selbst sagt, ein fester Bestandteil seines Lebens geworden.

Neben seiner Tätigkeit im Einspeisemanagement bei der WEMAG im investiert der 25-Jährige einen großen Teil seiner Freizeit in den Fußball. Nicht nur auf dem Platz als Schiedsrichter, sondern auch in der Förderung des Nachwuchses und in verschiedenen ehrenamtlichen Funktionen innerhalb des Schiedsrichterwesens.

Mehr als Regeln: Menschen verstehen und anleiten

Was viele Zuschauer von außen nicht sehen: Schiedsrichter verwalten nicht nur Regeln. Sie interagieren mit Menschen.

„Ich sage immer, Schiedsrichterei ist die beste Charakterschulung, die man haben kann“, beschreibt Eric Wirth seine Erfahrungen. Durch die Tätigkeit habe er gelernt, unterschiedlichste Menschentypen einzuschätzen und situationsgerecht zu handeln. Diese Fähigkeiten helfen ihm nicht nur auf dem Fußballplatz, sondern auch im Berufsleben und im Alltag.

Deshalb spricht er auch lieber vom „Spielleiter“ als vom Schiedsrichter. Denn seine Aufgabe besteht nicht allein darin, Entscheidungen zu treffen, sondern das Spiel in geordneten Bahnen zu lenken und für einen fairen Ablauf zu sorgen. 

Wer Eric Wirth auf dem Fußballplatz erlebt, trifft auf einen souveränen Spielleiter.

Ein Hobby für die ganze Familie

Bei Familie Wirth hat die Begeisterung für den Fußball Tradition. Vater und drei Söhne sind inzwischen als Schiedsrichter aktiv.

Nachdem Eric Wirth seine Laufbahn begann, folgten seine beiden Brüder. Später entschied sich auch sein Vater, selbst die Ausbildung zum Schiedsrichter zu absolvieren. Heute sind Fußball und Schiedsrichterwesen feste Gesprächsthemen in der Familie. 

Ein besonderer Moment im Jahr 2024 blieb ihm dabei besonders in Erinnerung: die erste gemeinsame Spielleitung mit seinen beiden Brüdern. Er als Schiedsrichter auf dem Platz, seine Brüder als Assistenten an der Seitenlinie. „Ein Familieneinsatz“, wie er es selbst beschreibt. 

Verantwortung über die 90 Minuten hinaus

Die Arbeit von Eric Wirth endet nicht mit dem Abpfiff.

Im Schiedsrichterwesen engagiert er sich aktiv für die Förderung junger Talente. Gemeinsam mit anderen Verantwortlichen begleitet er Nachwuchsschiedsrichter, organisiert Lehrgänge, beobachtet Spiele und unterstützt junge Kolleginnen und Kollegen auf ihrem Weg in höhere Spielklassen. Besonders motivierend sei für ihn, wenn junge Schiedsrichter durch diese Unterstützung den nächsten Schritt schaffen: „Da so einen kleinen Teil beizutragen, das motiviert mich absolut“, so Wirth. 

Eric Wirth, Mitarbeiter der WEMAG und Schiedsrichter im Amateurfußball.

Was viele unterschätzen

Schiedsrichter stehen im Mittelpunkt, wenn Entscheidungen diskutiert werden. Gleichzeitig bleibt ihre eigentliche Leistung häufig im Hintergrund. Dabei ist die Verantwortung groß. Entscheidungen können den Ausgang eines Spiels beeinflussen. Trotzdem ist für viele Referees das schönste Lob ganz einfach: „Du hast den Spielcharakter erkannt und warst ein spielförderlicher Spielleiter, über den im Nachgang niemand redet“.  Auch die Vorbereitung auf einen Einsatz wird oft unterschätzt. Spielanalysen, Absprachen mit Assistenten, Anreiseplanung, Fitness und umfangreiche Ausrüstung gehören selbstverständlich dazu. Mehrere Trikotsätze, Kommunikationssysteme, Karten, Notizmaterial und Funkfahnen sind bei jedem Einsatz dabei.

Ein starkes Zeichen für Mecklenburg-Vorpommern

Umso größer war die Freude, als bekannt wurde, dass die WEMAG das Schiedsrichterwesen in Mecklenburg-Vorpommern künftig umfangreich unterstützt. Für Eric Wirth ist das Sponsoring weit mehr als eine neue Ausstattung: „Die Form der Wertschätzung kann man gar nicht hoch genug heißen “, betont Wirth. Besonders positiv bewertet er, dass dadurch die Bedeutung der Schiedsrichter stärker sichtbar wird. Gleichzeitig profitieren Vereine, die bisher häufig selbst für die Ausstattung ihrer Schiedsrichter aufkommen mussten. Einheitliche Trikots sorgen zudem für ein professionelles Erscheinungsbild und stärken das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Schiedsrichtergemeinschaft. 

Die Arbeit von Eric Wirth endet nicht mit dem Abpfiff.

Schiedsrichter geben dem Spiel Energie

Für die Zukunft wünscht sich Eric Wirth vor allem mehr Verständnis für die Menschen hinter dem Pfiff. Schiedsrichter seien keine Maschinen. Sie haben Familie, Freunde, Beruf und manchmal auch einen schlechten Tag. Genau wie die Spieler auf dem Platz.  Gleichzeitig braucht der Amateurfußball weiterhin Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Denn ohne Schiedsrichter kann kein Spiel stattfinden. 

Ein Gedanke aus dem Interview bringt diese Bedeutung besonders treffend auf den Punkt: Schiedsrichter geben dem Spiel die Energie, die es braucht und das passt auch perfekt zur WEMAG.

Seine Botschaft an den Nachwuchs

Jungen Menschen, die überlegen, selbst Schiedsrichter zu werden, gibt Eric Wirth eine klare Empfehlung: „Einfach machen.“ Wer sich für diesen Weg entscheidet, lernt Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und mit unterschiedlichsten Menschen umzugehen. Fähigkeiten, die weit über den Fußball hinaus wertvoll sind.

Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Seit 2009 ist die WEMAG Partner des Landesfußballverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Mit dem Engagement für den Mädchen- und Frauenfußball sowie für das Schiedsrichterwesen leisten wir einen Beitrag dazu, den Amateurfußball im Land nachhaltig zu stärken. Mit unserem erweiterten Sponsoring unterstützen wir von 2026 bis 2029 das Schiedsrichterwesen im Amateurfußball in Mecklenburg-Vorpommern: Zum Saisonstart wurden die Trikotsätze an rund 1.000 aktive Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter ausgeliefert und werden bereits auf den Plätzen von MV getragen. Für neu ausgebildete Referees stehen zusätzlich Starterpakete bereit.

Anna Steyer

WEMI
Ihr persönlicher KI-Assistent.
WEMI Avatar
Um mit uns zu chatten, akzeptieren Sie bitte die funktionellen Cookies (Talkdesk).