Die WBS 500 ist klein, aber oho!

29.11.2019

Wir haben eine Auszeichung für die WEMAG-Batteriespeicherstation WBS 500 erhalten, von der wir hier berichten wollen. Doch bevor wir uns freuen, erklären wir genau worum es geht! Es ist eine der zentralen Fragen für das Gelingen der Energiewende: Wo und wie speichern wir überschüssigen Strom, damit er uns genau dann zur Verfügung steht, wenn wir ihn brauchen um beispielsweise Schwankungen im Stromnetz auszugleichen?

fossil kontra erneuerbar

Die Energieerzeugung aus Erneuerbaren Energien ist deutlich klimafreundlicher als die Nutzung fossiler Brennstoffe, wie etwa Kohle oder Erdgas. Und sie ist deutlich weniger gefährlich als ein Atomkraftwerk. Der Vorteil der beiden letztgenannten Methoden liegt in ihrer ständigen Verfügbarkeit (zumindest so lange die entsprechenden Rohstoffe noch vorhanden sind). Es ist damit theoretisch leicht, jederzeit genau so viel Energie zu erzeugen, wie benötigt wird. Anders ist es bei Windkraft oder Photovoltaik. Strom kann nur erzeugt werden, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint. Dann jedoch oft mehr als eigentlich benötigt wird.
Wohin also mit dem überschüssigen Strom? Seit einigen Jahren hat sich die WEMAG auf den Weg gemacht, innovative Lösungen zu entwickeln um einen eigenen Beitrag zum Gelingen der Energiewende zu leisten.

Batteriespeicher sichern Stromversorgung

Von diesen Bemühungen zeugt unter anderem ein großer Batteriespeicher in Schwerin. Der WEMAG-Lithium-Ionen-Batteriespeicher hat eine Leistung von 10 Megawatt und ging 2014 ans Netz. Doch damit nicht genug! Zentrale Speicher bei dezentraler Energieerzeugung – das ist alles andere als optimal. Deshalb klemmten sich die Experten der WEMAG hinter die Entwicklung eines kompakten Speichers. Die WBS 500 wurde 2018 in Neustadt-Glewe in Betrieb genommen. Mit ihrer Speicherkapazität bis zu einer Megawattstunde ist sie im Vergleich zum Schweriner Speicher zwar eher klein, aber oho! Auf ihren etwa 16 Quadratmetern Fläche bietet sie ebenfalls einen Mittelspannungsanschluss und 400-Volt-Versorgung. Damit lassen sich vielfältige Anwendungen für Energieversorger, Industrie, Landwirtschaft und Erneuerbare-Energien-Einspeiser realisieren.
 

Mit der WBS 500 rücken Erzeugung, Speicherung und Verbrauch näher aneinander. In Zukunft werden Netzwerke von dezentralen kleinen und größeren Speichern gemeinsam die Stromversorgung in virtuellen Kraftwerken absichern. Die WBS 500 verfügt über ausreichend Leistung und Kapazität, um 500 Kilowatt Primärregelleistung bereitzustellen. Wird die Energie einer WBS 500 woanders zur Versorgung benötigt, springt eine Anlage aus dem virtuellen Kraftwerk ein. Möglich wird dies, weil hier Bewährtes und Innovatives auf kompaktem Raum miteinander verbunden werden. Die Funktionen einer Transformatorenstation und eines flexiblen Speichers sind in einer Raumzelle für Schaltstationen untergebracht.

Tobias Struck, Leiter der Gruppe Speicher bei der WEMAG (re.) und Jost Broichmann, Projektleiter der WBS 500, halten stolz den Award in den Händen. Foto: WEMAG/Miriam Jablonski

And the „German Renewables Award“ goes to...

Und eben diese kompakte WEMAG-Batteriespeicherstation WBS 500 ist nun mit dem „German Renewables Award“ ausgezeichnet worden. Verliehen wird dieser Preis durch das Cluster Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH).  Die Freude darüber bei uns im #TeamZukunft ist groß: „Die Auszeichnung bestätigt, dass wir mit Blick auf eine konstante Stromversorgung trotz schwankender Einspeisung durch Erneuerbare-Energien-Anlagen hier eine passgenaue Lösung für Verbraucher und Netzbetreiber gefunden haben“, sagt Tobias Struck, Leiter der Gruppe Speicher bei der WEMAG. Projektleiter Jost Broichmann ergänzt: „Mit unserer Batteriespeicherstation zeigen wir, wie wichtig es ist, dezentral arbeitende Speicher zu entwickeln.“
 

Und der Renewable Award für die WBS 500 beweist einmal mehr, dass die WEMAG in Sachen Erneuerbare Energien und Klimaschutz auf dem richtigen Weg ist.

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