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Stromverbrauch im Homeoffice: Arbeiten in Zeiten von Corona

02.11.2020

Seit Beginn der Corona-Pandemie hat sich der Arbeitsalltag vieler Menschen in die eigenen vier Wände verlagert: Fast zwei Drittel aller Unternehmen schicken ihre Mitarbeiter laut einer IHK-Umfrage von August 2020 vermehrt ins Homeoffice. Doch die "neue Normalität" wird sich für zahlreiche Beschäftigte auch auf der Stromrechnung niederschlagen. Denn wer von zu Hause aus arbeitet, benötigt mehr Strom für Computer oder Laptop, das Laden des Handys oder die Zubereitung von Mahlzeiten. Wir haben den Selbsttest gemacht und gemessen, wie viel zusätzliche Energie der heimische Arbeitsplatz verbraucht. Die wahren Kosten dürften aber stark vom Einzelfall abhängen. 

Für Sie getestet: Homeoffice kostet ca. 17 Cent pro Tag

Um die Stromkosten im Homeoffice möglichst realistisch abzuschätzen, hat sich unser Test-Mitarbeiter einen Arbeitsplatz mit Laptop und zwei angeschlossenen Monitoren eingerichtet. Das Ergebnis: Bei einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von 8 Stunden lag der tägliche Stromverbrauch bei 0,67 kWh. Auf der Basis von WEMAG Ökostrom bedeutet das relativ überschaubare Zusatzkosten von knapp 17,13 Cent pro Tag. Wer unseren Tarif "Ökostrom Aktiv" nutzt, kommt unter denselben Voraussetzungen auf geringfügig höhere Kosten von 17,53 Cent pro Tag. 

Über ein volles Jahr mit 249 Arbeitstagen gerechnet, würde sich die Stromrechnung durch das Homeoffice somit um 42,66 Euro (Ökostrom) bzw. 43,66 Euro (Ökostrom Aktiv) erhöhen - pro Endgerät gerechnet. Die Zusatzkosten steigen natürlich, wenn auch der Partner von zu Hause aus arbeitet oder die Kinder im Homeschooling-Betrieb digital unterrichtet werden. 

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Stromverbrauch im HomeOffice am Laptop

© Markus Spiske

Stand-PCs brauchen deutlich mehr Energie

Doch der Energieverbrauch hängt stark vom verwendeten Endgerät ab. Desktop-PCs etwa sind wesentlich energiehungriger als mobile Geräte, die üblicherweise auf einen möglichst geringen Verbrauch ausgelegt sind. Nach Berechnungen des Verbraucherportals Verivox liegen die Stromkosten für einen handelsüblichen Stand-PC mit angeschlossenem Monitor im Schnitt bei rund 50 Cent pro Arbeitstag. Leistungsstarke Geräte mit Multimedia-Ausstattung können aber auch deutlich mehr Strom schlucken. Und: Jedes angeschlossene Zusatzgerät wie Drucker und Scanner verursacht Extrakosten, auch und gerade im Standby-Betrieb!

Laden des Smartphones fällt hingegen kaum ins Gewicht

Wer sein Handy bisher in der Firma aufgeladen hat und das nun zu Hause tut, muss sich laut Verivox keine Sorgen machen: Der Stromverbrauch der Netzstecker ist in der Regel recht gering. Selbst ein tägliches Aufladen über 3 Stunden kostet nur etwa einen halben Cent pro Tag

Erhöhter Stromverbrauch im HomeOffice durch Videokonferenzen?

© Alexandra Koch

Kostenfalle Videokonferenz?

Einen Boom erleben derzeit auch Videokonferenzen. Denn wenn ganze Belegschaften ins Homeoffice geschickt werden, können oft nur digitale Kanäle den Meetingraum oder die Kaffeeküche ersetzen. Doch Videokonferenzen sind zuletzt in Verruf geraten: Bereits im Dezember 2019 hat die dänische EU-Kommissarin Margrethe Vestager vor dem hohen Energieverbrauch von Video-Streaming-Diensten gewarnt, der die Klimaziele der EU gefährde. Rund 200 Milliarden kWh Strom pro Jahr sollen weltweit auf das Konto von Online-Streaming gehen.

Doch was bedeutet das für den Endverbraucher?

Nach Berechnungen des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich kommt eine einstündige Videokonferenz mit vier Teilnehmern auf einen Stromverbrauch von insgesamt rund 0,6 kWh. Nur ein Teil davon belastet allerdings das Konto des Endverbrauchers, denn auch die Kommunikationsnetzwerke und Rechenzentren im Hintergrund benötigen Strom. Allgemeine Aussagen zu den Kosten einer Videokonferenz lassen sich kaum treffen - zu unterschiedlich ist der Energieverbrauch bei den einzelnen Streaming-Plattformen. Das Schweizer Unternehmen Greenspector hat kürzlich 11 gängige Anwendungen verglichen. Das Ergebnis: Der Stromverbrauch variiert zwischen rund 10 und 18 Milliamperestunden pro Minute. Wer seinen Stromverbrauch zügeln will, sollte den Experten zufolge ganz einfach die Kamera ausmachen. Bei einer reinen Audio-Konferenz reduziert sich der Bedarf je nach Anwendung auf etwa ein Drittel bis die Hälfte im Vergleich zum Video-Streaming. 

Homeoffice: Extrakosten auch für Warmwasser, Herd und Spülmaschine

Doch das Arbeiten im Homeoffice macht auch hungrig. Was tun, wenn der Gang in die Kantine flach fällt? Seit Beginn der Corona-Pandemie wird wieder vermehrt im eigenen Haushalt gekocht, was sich ebenfalls auf der Stromrechnung niederschlägt. Nach Berechnungen des Verbraucherportals Verivox werden knapp 50 Cent fällig, wenn man ein mittelgroßes Kochfeld eine Stunde auf höchster Stufe laufen lässt. Doch dabei kommt es auch stark auf die Energieeffizienz des Küchenherds an. Ältere, wenig effiziente Geräte können durchaus höhere Kosten verursachen. 

Wer mehr zu Hause ist, verbraucht nicht zuletzt auch mehr Energie für weitere Elektrogeräte wie Spülmaschine, Waschmaschine, Trockner, Fernseher sowie für die Warmwasserbereitung. Auch das kann die Stromkosten erhöhen - wobei es hier stark auf die Nutzungsgewohnheiten ankommt: Läuft die Waschmaschine täglich mit halber Ladung, weil man ohnehin zu Hause ist? Lässt man sich während Arbeitspausen von Streaming-Diensten oder Fernseher berieseln - oder nutzt man die freie Zeit für einen flotten Spaziergang an der frischen Luft?

Wie hoch der durchschnittliche Stromverbrauch im Single bzw. 2, 3 oder 4 Personen Haushalt ist können Sie hier nachlesen

Stromspartipp: Ofen nicht vorheizen

Der Backofen muss nicht vorgeheizt werden - das spart Strom und schont die Umwelt!

Fazit: Zwar dürften die zusätzlichen Stromkosten im Homeoffice bei den meisten Verbrauchern bei deutlich weniger als einem Euro pro Arbeitstag liegen. Trotzdem lohnt es sich, die eigenen Gewohnheiten zu prüfen und den einen oder anderen Energiefresser im Haushalt durch ein sparsameres Gerät zu ersetzen. Wenn bereits abzusehen ist, dass der Stromverbrauch durch das Homeoffice gestiegen ist, ist eine Änderung der Abschlagszahlung empfehlenswert. So können Sie einer hohen Rückzahlung entgegenwirken.

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