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Umweltfreundlich unterwegs in Mecklenburg-Vorpommern

26. Februar 2020

Im Verkehrswesen gilt Wasserstoff als Energieträger der Zukunft. Aus diesem Grund haben sich die WEMAG, die Stadtwerke Schwerin und das Transportunternehmen Volker Rumstich Transporte zu einem Konsortium zusammengeschlossen und die Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH (LBST) mit einer Studie zur Untersuchung der Einsatzbedingungen von wasserstoffbetriebenen Nutzfahrzeugen und Bussen in Mecklenburg-Vorpommern beauftragt.

Die Ergebnisse der vom Landesförderinstitut M-V geförderten Studie liegen nun vor. Sie haben unter anderem ergeben, dass allein mit der Umstellung aller Nutzfahrzeuge in Mecklenburg-Vorpommern fünf bis zehn Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes im Land eingespart werden könnten. Dafür wären maximal fünf Prozent der bis 2050 geplanten Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Mecklenburg-Vorpommern erforderlich.

Im Rahmen der Studie wurden Umfragen und Interviews mit Flottenbetreibern von LKW und Bussen aus Mecklenburg-Vorpommern geführt. Dabei haben insgesamt zehn Verkehrsbetriebe Letters of Interest abgegeben, mit denen die Unternehmen ihr großes Interesse an der umweltfreundlichen Wasserstofftechnologie bescheinigen.

Gemeinsam mit der IHK zu Schwerin und der LBST hat das Konsortium bis 2050 verschiedene Maßnahmen erarbeitet, um den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern zu ermöglichen.

In einem ersten Schritt soll die Wasserstofferzeugung mittels Wasserelektrolyse an einer zentralen Stelle erfolgen, um die Preisvorteile von größeren Anlagen zu nutzen.  Darauffolgend sollen etwa zwei bis vier Wasserstoff-Tankstellen entlang der Achse von Hamburg nach Berlin entstehen. „Der Aufbau einer regionalen Wasserstoffbereitstellung und die Nutzung von Wasserstoff in LKW und Bussen birgt ein großes Potenzial zur CO2-Minderung. Das gilt insbesondere entlang der Hauptverkehrsrouten an der A20, A24 und der A14 sowie weiterer regionaler Emissionszentren, wie zum Beispiel Häfen und touristische Regionen“, erklärt Sylvia Schimanek, Leiterin des Projektes „Blue-Line“ bei der WEMAG.

Mittelfristig soll das Tankstellennetz auf ganz Mecklenburg-Vorpommern ausgedehnt werden und die Wasserstofftechnologie flächendeckend verfügbar sein. Dabei sollen dann vor allem onsite-Tankstellen zum Einsatz kommen, die den Wasserstoff dezentral, also direkt am Standort der Tanksäule gewinnen.

Das langfristige Ziel, auch das Gasnetz sowie Großspeicher zu dekarbonisieren, darf dabei nicht außer Acht gelassen werden. Bereits heute müssen die Akteure aus allen Bereichen mit der Untersuchung bzw. Planung sowie Umsetzung von ersten Projekten beginnen, um den nächsten Schritt in der Energiewende zu gehen.

„Erste Maßnahmen zur Umsetzung einer Wasserstoffroute, einer sogenannten BlueLine, sind bereits geplant“, berichtet Sylvia Schimanek und freut sich, dass die WEMAG an der Entwicklung dieser Innovation beteiligt ist. Das Gesamtprojekt wird kofinanziert aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.