Unser Kundencenter ist für Besucher mit Mund-Nasenschutz geöffnet. Weitere Standorte bleiben für persönlichen Kundenkontakt bis auf Weiteres geschlossen. Unser Infomobil ist ab dem 1. Juli wieder für Sie unterwegs. Die WEMAG wird für den Lieferzeitraum/Leistungszeitraum 01.07.-31.12.2020 in Abrechnungen den gesenkten MwSt-Satz von 16% berücksichtigen.

Gesetzgeber muss Ü20-Anlagen eine Perspektive bieten

22. September 2020

WEMAG zeigt mit eigenem Produkt klaren Pfad für Post-Förder-Ära auf

Ab Januar 2021 endet der Förderanspruch für über 20 Jahre alte EEG-Anlagen. Die WEMAG unterstützt den wirtschaftlichen Weiterbetrieb dieser sogenannten Ü20-Anlagen und hat für die Betreiber das Angebot „WEMAG Öko Direkt“ entwickelt. „Wir werden mit unserem Produkt den Kunden einen Weg für den wirtschaftlichen Weiterbetrieb ermöglichen“, erklärt WEMAG-Vorstand Casper Baumgart.

Nach Ansicht der WEMAG liegt das größte Potenzial für ausgeförderte Anlagen in der Umstellung des Messkonzeptes auf Eigenversorgung. Das bedeutet, dass der selbst erzeugte Strom auch selbst verbraucht wird. Dadurch spart der Anlagenbetreiber die Kosten für den mit Abgaben und Umlagen belasteten Netzstrom in Höhe von 25 bis 30 Cent/kWh. Darüber hinaus kann die nicht selbst verbrauchte Energie zum Marktwert veräußert werden.

„Da wir das Produkt in einen vollkommen digitalen Prozess integrieren konnten und sich in Kombination mit der Belieferung des noch benötigten Stroms Synergien ergeben, sind unsere Vermarktungsaufwendungen auf ein Minimum reduziert“, erklärt WEMAG-Vertriebsleiter Michael Hillmann. Somit könne auch für die kleinsten Anlagen ein wirtschaftliches Angebot geschaffen werden.

In dem vor kurzem veröffentlichten Referentenentwurf zur EEG-Novelle sieht die WEMAG sich in diesem Weg bestätigt: Der Entwurf stellt die Direktvermarktung als wirtschaftliche Lösung insbesondere für Anlagenbetreiber, welche perspektivisch einen Teil ihrer Energie selbst verbrauchen, in das Zentrum.

„Wichtig ist, dass der Gesetzgeber Klarheit hinsichtlich der technischen Anforderungen zum Messen und Steuern der Anlagen schafft und dabei die Branche nicht überfordert. Da der Rollout der intelligenten Messsysteme für Erzeugungsanlagen noch nicht absehbar, und für Kleinanlagen mit einer Leistung bis zu 7 kW auch gar nicht vorgesehen ist, ist eine konkrete Ausnahme von dieser Pflicht notwendig“, meint WEMAG-Vorstand Caspar Baumgart. Die WEMAG wird das Produkt auch als White-Label anderen Versorgern zur Verfügung stellen und dabei die Prozesse im Hintergrund übernehmen. „Dritte Stadtwerke haben so die Möglichkeit, sich das Kundenvertragsverhältnis zu sichern und in einem regionalen Rahmen weitere Lösungen für diese spannende Kundengruppe zu etablieren,“ erklärt WEMAG Vertriebsleiter Michael Hillmann.