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Geschützte Brutstätte für Fischadler

WEMAG Netz GmbH errichtet elf Ausweichmaste im Biosphärenreservat „Niedersächsische Elbtalaue“

Es sind nur noch wenige Tage, bis die Fischadler aus ihren Winterquartieren zurückkehren, um sich in den wasserreichen Gebieten Mecklenburgs zu paaren und zu brüten. In den vergangenen Wochen haben Mitarbeitende der WEMAG Netz GmbH (WNG) von den Netzstandorten Brüel, Bützow, Neustadt-Glewe und Hagenow aus in ihren Zuständigkeitsbereichen insgesamt elf Ausweichmaste für die Fischadler aufgestellt. 
 

Ein Mitarbeiter erneuert den Nistuntergrund in luftiger Höhe.
Mitarbeiter Heiko Haase legt als Nistuntergrund für die Fischadler Äste, Stroh und Rasensoden in den Horst. Foto: WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

Sie stehen in der Nähe der Mittelspannungsfreileitungen, da beim Nestbau immer wieder große Äste auf die Leitung fallen. Werden diese nass, kommt es zum Kurzschluss und Stromausfall. „Als Netzbetreiber sind wir dafür verantwortlich, dass die Vögel nicht die Stromversorgung stören und sich nicht an unseren Anlagen verletzen. Mit dieser Maßnahme wollen wir die Versorgungssicherheit erhöhen und zugleich einen Beitrag für den Erhalt der Artenvielfalt leisten“, sagt WNG-Mitarbeiter Mario Hiersemann. 

Zum Versorgungsgebiet der WEMAG Netz gehört auch die Gemeinde Amt Neuhaus. „Im vorigen Jahr hat erstmalig der in Niedersachsen nach wie vor seltene Fischadler im Biosphärenreservat ,Niedersächsische Elbtalaue‘ auf einem Mast der WNG, der sich in einem besonders schutzwürdigen Gebiet in der Nähe von Pinnau befindet, gebrütet. Dieser Horst geriet im Sommer 2025 in Brand, wobei zu dem Zeitpunkt die Jungvögel bereits ausgeflogen waren“, berichtet Dr. Franz Höchtl, stellvertretender Leiter der Biosphärenreservatsverwaltung. 

„Da der Fischadler sehr störungsempfindlich ist, wurde ein etwa 250 Meter entfernter Alternativstandort in einem extensiv genutzten Grünlandareal abseits von Verkehrswegen ausgewählt. Die in der Nähe befindlichen Gewässer Krainke, Elbe und Wilkenstorfer Teiche liefern dem Fischadler ausreichend Nahrung. Zudem befindet sich das ausgewählte Grundstück im Eigentum unserer Verwaltung“, so Höchtl weiter. 

Am vorgesehenen Standort ist der Ausweichmast mit der Nisthilfe jetzt mit Unterstützung der Elektro- und Energieanlagenbau (EEB) GmbH, einer hundertprozentigen Tochter der WEMAG AG, und in Abstimmung mit der Biosphärenreservatsverwaltung errichtet worden. Damit der Fischadler nicht wieder an seinem alten Standort nistet, werden auf den Traversen als Abweiser sogenannte Andreaskreuze montiert. „Jetzt hoffen wir, dass die Vögel unseren Vorschlag annehmen und den neuen Horst nutzen“, meint Mario Hiersemann von der WEMAG Netz.

Einige Mitarbeitende helfen beim Aufstellen des Mastes.
Für die Montage der Nisthilfe am oberen Ende des Ausweichmastes werden viele Hände gebraucht. Foto: WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer
Die Mitarbeitenden besprechen sich für die Festlegung des Standortes. Sie halten eine Karte in den Händen.
Heiko Haase von der Elektro- und Energieanlagenbau (EEB) GmbH, Mario Hiersemann von der WEMAG Netz und Ulrike Hagemann von der Biosphärenreservatsverwaltung Niedersächsische Elbtalaue (v. l.) besprechen den genauen Standort für den Ausweichmast. Foto: WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer
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