Geschäftszahlen 2013 – E-Transporter und Stromspeicher neu im Portfolio

15.07.2014 - 00:00
Caspar Baumgart, Maik Manthey, Raymond See und Thomas Pätzold setzen auf E-Transporter

Caspar Baumgart, Maik Manthey, Raymond See, Thomas Pätzold (v.l.) setzen in der Zukunft auf E-Transporter. Foto: WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

Auf 32 Millionen Euro Gewinn vor Steuern im Vergleich zu 21 Millionen Euro des Vorjahres kletterte der Gewinn der WEMAG vor Steuern. Die Investitionen blieben mit 39 Millionen Euro auf hohem Niveau stabil.

Noch sind der Betrieb des Stromnetzes sowie Serviceleistungen für Dritte die stärksten Umsatzbringer. Doch nicht zuletzt an den Investitionen ist klar zu erkennen: die WEMAG fokussiert sich immer stärker auf die Zukunftsmärkte Elektromobilität, Stromspeicher und Ökoenergie. So brachten im Rahmen des EEG-bedingten Netzausbaus errichtete Umspannwerke und Netzanschlüsse für Ökokraftwerke zusätzliche Umsätze. Ein Rekordhoch erzielten die Strom-Einspeisemengen aus erneuerbaren Energien.

Elektro-Transporter für Firmenflotten

Seit Mai ist die WEMAG Mehrheitseigner des Elektroherstellers Karabag. Gemeinsam mit dem deutschen Traditionsunternehmen Linde wurde auf Basis des Fiat Ducato ein elektrischer Servicetransporter entwickelt. Eingesetzt werden soll er vor allem in europäischen Großstädten. “Elektromobilität wird ihren Durchbruch im Bereich gewerblicher Fahrzeuge erleben”, erklärte Maik Manthey, Vice President New Business & Products Linde Material Handling GmbH. „Das Fahrprofil von weniger als 100 Kilometern täglich und zunehmende Luftverschmutzung trotz Umweltzonen qualifiziert den Elektro-Antrieb bei Transportern und Servicefahrzeugen – gerade in Großstädten,“ ergänzt Manthey.

Das Unternehmen Linde ist vor allem für seine Gabelstapler bekannt. Die ersten zehn Elektro-Fahrzeuge werden für die Linde-Flotte bereits im Herbst im Einsatz sein. Derzeit werden sie in Schwerin umgerüstet. Für weitere 200 E-Transporter laufen die Verhandlungen. Bis zu 1.000 vollelektrische Servicefahrzeuge könne Linde europaweit einsetzen, meint Manthey.

Linde arbeitet seit über 40 Jahren mit Elektroantrieben. Unter der Marke eMotion entwickelt Linde mit seinen Partnern Umrüstlösungen. Auch der E-Karabag3 sowie das ReeVOLT-Transformationskit enthalten Linde Elektromotoren. Künftig will Linde in den Vertrieb der e-Ducatos einsteigen. „Für private Kunden wird es unter Kostenaspekten zunehmend interessant, den Strom für ihr Auto selbst zu erzeugen und gewerbliche Nutzer profitieren künftig bei stärkeren Umweltauflagen“ bilanzierte Raymond See, Geschäftsführer Karabag Elektroauto GmbH und ergänzt, dass in London in Kürze mehrere E-Transporter eingesetzt werden.

Der Elektrotransporter von LindeThomas Pätzold, Jost Broichmann und Caspar Baumgart bei der PressekonferenzRaymond See, Jost Broichmann und Maik Manthey bei der PressekonferenzInterview mit dem WEMAG-Vorstand Thomas Pätzold

WEMAG-Stromspeicher – großes Interesse und erste Verkäufe

5000 KWh fasst Europas größter kommerzieller Batteriespeicher. Zur Inbetriebnahme mit dem Technologiepartner Younicos am 16. September haben Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Ministerpräsident Erwin Sellering ihr Kommen zugesagt.

Frisch zertifiziert ist der selbstentwickelte ReeVOLT!-Stromspeicher. Der Haus-Stromspeicher umfasst bis zu 5 KWh. Vertrieb und Produktion laufen gerade an. 50 bis 100 Exemplare sollen bis zum Jahresende verkauft werden.

Partnerschaftliche Strategien für eine starke Zukunft

„Die Energiewende bedeutet auch eine Überprüfung und Ergänzung der bisherigen Geschäftsmodelle der Energieversorger“, resümiert Caspar Baumgart, Vorstand der WEMAG. Sinkende Margen setzten das klassische Energiegeschäft zunehmend unter Druck. Mit Partnern wie Karabag, Linde und Younicos aber auch durch regionale Kooperationen wie mit der Fachhochschule Wismar zum Thema Mobilität oder der Evangelischen Kirche auf dem Feld der Energieeffizienz und des Klimaschutzes habe man den richtigen Weg eingeschlagen, um zukünftig noch erfolgreicher und innovativer zu agieren.

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