Direkt zum Inhalt

Urlaubs-Spar-Hacks: So stoppen Sie die heimlichen Stromfresser vor der Abreise

Niemand würde vor dem Urlaub den Wasserhahn aufdrehen. Beim Strom machen die meisten Haushalte genau das – nur unbemerkt. Während Sie am Strand entspannen, dreht sich Ihr Stromzähler weiter. Hier kommen die fünf größten Übeltäter, die Sie vor der Abfahrt stoppen.

Was Ihr Haus im Urlaub wirklich kostet

Zwei Verbraucher arbeiten im leeren Haus ununterbrochen weiter: die Kühltechnik und alles, was im Standby wartet. Standby allein verursacht in einem Einfamilienhaus bis zu 360 Kilowattstunden pro Jahr. In zwei Wochen Abwesenheit sind das rund 14 Kilowattstunden – nur für ein paar rote Lämpchen.

Kühlschrank und Tiefkühltruhe kommen obendrauf. Zusammen landen die meisten Haushalte bei rund 50 Kilowattstunden in zwei Wochen Urlaub. Das sind etwa 12,42 Euro*, die still vom Zähler laufen. Wer das stoppen will, muss die größten Posten kennen.

* Gerechnet mit 24,84 Cent/kWh (Tarif WEMAG Ökostrom, Schwerin, Stand Juli 2026). Bei Ihrem Tarif kann der Wert abweichen.

Die fünf größten heimlichen Stromfresser – und was es sich wirklich lohnt zu tun

Achtung: Nicht alle Stromfresser sind gleich. Ein bisschen Stromsparen im Kleinen ist nicht dasselbe wie echte Jahres-Ersparnisse. Hier sehen Sie, wo Sie anpacken und wo Sie sparen – sowohl Ihre Zeit als auch das Geld.

1. Spielekonsole im Ruhemodus – bis zu 25 € in zwei Wochen

Eine PlayStation oder Xbox im Standby ist wie ein Mitarbeiter, der nach Feierabend im Büro sitzt und auf E-Mails wartet. Besonders teuer wird es im Modus „Spielpause": Bei älteren Konsolen können hier bis zu 25 Euro für zwei Wochen zusammenkommen (basierend auf bis zu 657 kWh pro Jahr).

Die Lösung: Stecker raus. Die Updates warten auch eine Woche.

2. Zweitkühlschrank oder Tiefkühltruhe (älter als 2005) – bis zu 14 € in zwei Wochen

Kaum jemand denkt vor der Abfahrt an das Gerät im Keller oder der Garage. Dabei kühlen viele dieser Geräte kälter als nötig und damit teurer als nötig. Ein alter Tiefkühler verbraucht bis zu dreimal so viel wie moderne Geräte. Über das ganze Jahr rechnen Sie mit über 100 Euro Stromkosten nur für dieses eine Gerät.

Die Lösung: Abstöpseln vor dem Urlaub. Das lohnt sich. Und nebenbei: Vielleicht brauchen Sie dieses Gerät gar nicht mehr

3. TV-Receiver / Set-Top-Box im Standby – rund 2,30 € in zwei Wochen

Fassen Sie den Receiver kurz an, nachdem Sie ihn ausgeschaltet haben. Ist er warm, läuft er noch. Viele Geräte haben keinen echten Aus-Schalter und warten auf das nächste Signal.

Die Lösung: Stecker raus. Kostenlos, einfach, Nebeneffekt eines ohnehin sinnvollen Maßnahmenbündels.

4. WLAN-Router – etwa 4–7 € in zwei Wochen

Der Router läuft Tag und Nacht. Ob er aus darf, hängt vom Rest des Hauses ab. Smart-Home-Geräte oder eine Alarmanlage brauchen ihn – sonst raus mit dem Stecker.

Die Lösung: Nur abschalten, wenn Sie keine Infrastruktur haben, die den Router braucht.

5. Warmwasserspeicher im Bereitschaftsbetrieb – rund 5 € in zwei Wochen (wenn vorhanden)

Ein elektrischer Warmwasserspeicher hält Wasser dauerhaft warm. Auch dann, wenn Sie zwei Wochen weg sind. Diese Maßnahme ist nur relevant, wenn Sie einen elektrischen Speicher haben (nicht Gas oder Wärmepumpe).

Die Lösung: Viele Geräte haben einen Urlaubsmodus in der Bedienungsanleitung - kurz checken bevor Sie fahren. 

So prüfen Sie versteckte Stromfresser – live oder später

Sie liegen in Zingst am Strand, das Smartphone ruht auf dem Bauch, die Ostsee rauscht im Hintergrund. In diesem Moment könnten Sie kontrollieren, ob der Router noch läuft – aber nur unter einer Bedingung.

Für den Live-Check aus der Ferne brauchen Sie nicht einfach nur einen Smart Meter. Sie brauchen einen Energy Meter – das ist ein intelligenter Sensor, der bei jeder PV-Installation eingebaut wird. Der Energy Meter funkt die Live-Daten an die WEMAG-App Kilowatt.Käpt'n. Das ist echte Echtzeit.

Wer keine Solaranlage hat, aber trotzdem live in den Zähler schauen möchte, kann einen Infrarot-Lesekopf installieren. Das ist zusätzliche Hardware und kostet, aber es funktioniert auch bei normalen digitalen Zählern.

Und wer nicht investieren möchte? Dann hilft die Basis-Methode: Foto vom Zähler vor der Abreise, Foto nach der Rückkehr. Die Differenz ist ehrlich. Liegt sie über einer Kilowattstunde pro Tag der Abwesenheit, wissen Sie: Beim nächsten Urlaub optimieren Sie die Standby-Geräte besser.

Die WEMAG-App Kilowatt.Käpt'n speichert alle Ihre Verbrauchsdaten ab – ob Sie live dabei sind oder nicht. So können Sie die Spurensuche nach versteckten Stromfressern ganz entspannt nach der Rückkehr starten.

Die neue HEMS-App sichtbar auf dem mobilen Endgerät
Der neue digitale Kilowatt.Käpt’n der WEMAG. Foto: WEMAG

Der 10-Minuten-Check vor der Abfahrt

Der Koffer steht im Flur, das Auto ist gepackt. Eigentlich wollten Sie schon vor einer Stunde losfahren. Jetzt schlägt die Stunde des 10-Minuten-Checks. Gehen Sie auf dem Weg zur Haustür diese drei Schritte durch:

Schritt 1: Der Stecker-Rundgang: Drücken Sie die Kippschalter an allen Steckdosenleisten in Wohnzimmer und Homeoffice. Ziehen Sie die Stecker von Spielekonsole, TV-Receiver und Mikrowelle – falls diese direkt in der Wand stecken.

Schritt 2: Der Router-Entscheid: Geht im Haus die Alarmanlage oder Smart-Home-Technik mit Ihnen in den Urlaub? Wenn nein: jetzt das Netzkabel des WLAN-Routers ziehen.

Schritt 3: Das Zähler-Foto: Sie haben noch keinen Smart Meter? Machen Sie im Keller ein Foto vom Stromzähler. Das dauert zwei Sekunden und liefert den ehrlichsten Vergleichswert für die Rückkehr. Smart-Meter-Kunden überspringen diesen Schritt.

Steuern Sie Ihre Energie wie ein Kapitän sein Schiff

Der Wasserhahn ist zugedreht, die Stromfresser sind gestoppt. Tür zu, Schlüssel umdrehen und ab in den Urlaub. Wer den Verbrauch live mitlesen will, hat dafür ein Werkzeug: die WEMAG-App Kilowatt.Käpt'n auf dem Smartphone.

Häufige Fragen zu Stromsparen, Standby und Zählerstand vor dem Urlaub

  • Welche Geräte sollte ich vor dem Urlaub vom Strom nehmen?

    TV-Receiver, Spielekonsolen, Hi-Fi-Anlage, Drucker und Ladegeräte ohne angeschlossenes Gerät ziehen auch im Standby Strom. Stecker raus. Den Router nur abschalten, wenn keine Alarmanlage oder Smart-Home-Technik im Haus läuft.

  • Soll ich den Kühlschrank vor dem Urlaub ausschalten?

    Das hängt von der Länge und dem Alter des Geräts ab.

    Moderner Hauptkühlschrank (ab ca. 2015): Nein. Die Stromkosten für zwei Wochen liegen bei etwa 3,50 Euro – der Aufwand zum Leeren und Abtauen lohnt sich nicht.

    Alter Zweitkühlschrank im Keller (älter als 2005): Ja, konsequent abstöpseln. Ältere Geräte verbrauchen bis zu dreimal so viel und kosten Sie über das ganze Jahr über 100 Euro Stromkosten. Das ist echtes Sparpotenzial.

  • Wie viel Strom kostet mich ein leeres Haus im Sommer?

    Ein durchschnittliches Einfamilienhaus verbraucht im zweiwöchigen Urlaub rund 50 Kilowattstunden – das sind etwa 12,42 Euro* bei WEMAG-Tarifen in Schwerin. Der größte Teil entfällt auf Standby-Geräte und Kühltechnik.

    * Tarif WEMAG Ökostrom, 24,84 Cent/kWh, Stand Juli 2026.

  • Kann ich meinen Stromverbrauch aus dem Urlaub kontrollieren?

    Mit der WEMAG-App Kilowatt.Käpt'n sehen Sie Live-Daten nur mit Energy Meter (bei PV-Anlagen) oder mit zusätzlichem Infrarot-Lesekopf. Ohne diese Hardware zeigt die App Ihnen nach der Rückkehr alle Verbrauchsdaten – Geschichte, Tagesverbrauch, Vergleichswerte zu anderen Haushalten in Ihrer Gegend. Damit finden Sie nachträglich die versteckten Stromfresser.

    Das klingt weniger praktisch als Live-Kontrolle aus dem Urlaub. Aber die Realität: Die meisten Übeltäter findet man ohnehin danach, nicht im Urlaub. 

  • Lohnt es sich, vor dem Urlaub den Zählerstand zu notieren?

    Für Haushalte ohne Smart Meter: ja. Machen Sie vor der Abreise ein Foto vom Zähler. Liegt der Verbrauch nach der Rückkehr über einer Kilowattstunde pro Tag Ihrer Abwesenheit, lohnt sich die Suche nach Standby-Geräten und zu kalt eingestellten Kühlgeräten.

Redaktion

Hier schreibt das WEMAG-Expertenteam. Unsere Artikel vereinen redaktionelle Qualität mit tiefem technischem Fachwissen. Jeder Beitrag wird in enger Zusammenarbeit mit unseren Ingenieuren und Energieberatern erstellt, um Ihnen verlässliche Informationen und praxisnahe Lösungen für Ihre Energiezukunft zu bieten.

WEMI
Ihr persönlicher KI-Assistent.
WEMI Avatar
Um mit uns zu chatten, akzeptieren Sie bitte die funktionellen Cookies (Talkdesk).