Mythos trifft Fakten: Warum Solaranlagen eine sichere Investition sind
Ein sommerlicher Nachmittag im Garten. Auf dem Grill brutzeln die Leckereien, auf dem Dach ruht die Solaranlage und speist Sonnenstrom in den Energiespeicher. Klingt unbeschwert, oder?
Manchmal kommt dann doch die Frage nach einer Brandgefahr , die von Modulen und Speichern ausgeht. Die emotionale Debatte lässt sich leicht durch nüchterne Fakten beenden. Denn Sorgen um die Sicherheit der Anlage sind völlig unbegründet. Moderne Solaranlagen sind heute so konzipiert, dass sie Ihren Alltag nicht nur grüner, sondern auch rundum sicher machen.
Brände durch Solaranlagen: Statistisch eine absolute Ausnahme
Fakt ist: Solaranlagen sind äußerst sicher. Das belegen Zahlen des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme. Nur 0,006 Prozent aller installierten Solaranlagen verursachten Brände im betrachteten Zeitraum von 20 Jahren bis zum Jahr 2011. Eine statistische Irrelevanz. Die technische Raffinesse der Anlagen verhindert das Feuer heute schon weit bevor sie entstehen können.
Brennt es doch, sind nur selten die Anlagen schuld. Drei Gründe sind hauptverantwortlich. Laut dem Fraunhofer-Institut trug jeder davon zu einem Drittel dazu bei.
- Komponentenschäden: Beschädigte Kabel oder gealterte Kontakte können Lichtbögen und damit Hitze erzeugen.
- Installationsfehler: Schlampig verlegte Verkabelungen oder wackelnde Stecker entstehen meist durch unsachgemäße Montage.
- Planungsfehler: Mickrige Abstände zwischen den Modulen oder ungeschützte Wechselrichter führen zu vermeidbarem Verschleiß und höherem Risiko.
Mit Sonnenstrom betriebene Geräte: Sicher sparen
Oft ist die Solaranlage das Gehirn eines verzweigten Systems. Batteriespeicher speichern überschüssigen Sonnenstrom für die Nacht, Wallboxen laden das Elektroauto direkt mit selbst erzeugtem Strom und Wärmepumpen nutzen die Solarenergie fürs Heizen und für Warmwasser. Zusammen bilden sie ein großes System, das die Energieunabhängigkeit eines jeden Eigenheims unterstützt. Zu jedem Gerät stellt sich die Frage: Wie sicher ist das?
Die Antworten gleichen sich. Moderne Batteriespeicher auf Lithium-Eisenphosphat-Basis gelten als die stabilste verfügbare Zelltechnologie. Selbst bei mechanischer Beschädigung neigen sie kaum zu unkontrolliertem Temperaturanstieg – dem Thermal Runway.
Mythen über Explosionsgefahr verpuffen. Ein Batterie-Management-System (BMS) überwacht dauerhaft jede einzelne Zelle und greift bei Abweichungen sofort ein, noch bevor die erste Flamme überhaupt entsteht.
Wallboxen und Wärmepumpen zapfen vom Niederspannungsanschluss. Dasselbe Netz, von dem auch Ihre Waschmaschine oder Ihr Toaster den Strom beziehen. Deswegen unterliegen sie denselben Sicherheitsstandards. Sorgen sind unnötig. Das System überwacht sich selbst.
Sichere Anlagen: Wie Sie Risiken vorbeugen
Was Sie beim Kauf beachten sollten:
1. Zertifizierte Komponenten
Besonders günstige Anlagen mögen verlockend erscheinen. Die Chancen auf ein hochwertiges Schnäppchen sind aber gering. Wählen Sie stattdessen zertifizierte Qualität: eine CE-Kennzeichnung, ein TÜV-Siegel und die IEC-Norm. Das sind alles Buchstabenkürzel, die Ihnen Sicherheit garantieren. Kaufen Sie nur Komponenten, die diese Zertifizierungen tragen.
2. Sorgfältig planen
Eine fehlerhafte Planung zeigt sich oft erst Jahre später, befeuern aber das Brandrisiko. Falsch positionierte Wechselrichter, ungeschützte Kabelwege oder Module, die Hitze stauen statt abzuleiten. Auch dies sind Fehler, die sich leicht vermeiden lassen, wenn die Installation fachkundig erfolgt.
3. Profis für die Installation
Lassen Sie sich nicht von allzu niedrigen Preisen täuschen. Die Installation einer Solaranlage sollte zertifizierten Profis obliegen. Eine fehlerhafte Kabelführung, fehlende Erdung oder falsch verknüpfte Stecker erhöhen das Brandrisiko unnötig.
4. Notfallplan erstellen
Ein Notfallplan bringt Sicherheit in die Hektik. Denn bei Bränden kann jede Sekunde entscheiden. Ersparen Sie der Feuerwehr Fragen und Sucherei. Ein gut sichtbarer Hinweis auf die vorhandene Solaranlage am Zählerkasten kostet nichts, erleichtert die Arbeit der Einsatzkräfte aber enorm.
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Quellen:
- TÜV SÜD: Photovoltaik-Speicher Brandsicherheit
- Fraunhofer ISE: Photovoltaik-Brandschutz – Fakten statt Phantome
- TÜV SÜD: Photovoltaikanlagen Brandschutz
- Solarenergie.de: Photovoltaik Brandstatistik
- Fraunhofer ISE: Photovoltaics Report
- Photovoltaik.info: Feuerwehrschalter & PV-Sicherheit
- energie.blog: Netzanschluss-Portale bei WEMAG Netz
- Fraunhofer ISE: Leitfaden zu Brandrisiken bei PV-Anlagen
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