Drei Fragen an: Bürgermeisterin Anja Kramer
Anja Kramer hat Betriebswirtschaft studiert und ist seit 1991 in der Verwaltung tätig. Seit dem 1. Dezember 2012 ist sie hauptberuflich Bürgermeisterin der Gemeinde Plattenburg. Die Gemeinde hat 3.250 Einwohner. Sie umfasst ein Gebiet von etwa 200 km² und gehört zum Landkreis Prignitz im Land Brandenburg.
In welchen Bereichen haben Sie bereits mit der WEMAG zusammengearbeitet?
Im Anteilseignerverband der WEMAG sind wir seit der Gründung Mitglied. Zu Beginn als Amt Plattenburg mit den Gemeinden Bendelin, Glöwen, Kletzke, Krampfer, Kleinow, Netzow, Viesecke und seit 1. Januar 2002 als Gemeinde Plattenburg. Im Jahr 2015 hat die Kommune über eine Förderung der WEMAG in Zusammenarbeit mit der Energie-Sparzentrale ein Energiekonzept erarbeitet. Vor Kurzem hat die Gemeinde Plattenburg mit der WEMAG das Projekt einer gepachteten Photovoltaikanlage auf dem Dach der Gemeindeverwaltung erfolgreich umgesetzt. Das E3/DC Hauskraftwerk besitzt einen Batteriespeicher mit einer Kapazität von 10 Kilowattstunden und eine Notstromfunktion. Die Anlage erweitern wir jetzt noch um eine Wallbox für unser Elektroauto. Weitere gemeinsame Projekte sind im Moment nicht geplant.
Wie haben Sie die Zusammenarbeit bislang empfunden?
Die Zusammenarbeit mit der WEMAG war und ist immer gut. Die regionale Verbundenheit zeigt sich auch in den Aktionen vor Ort. Dazu zählen zum Beispiel die Überraschungen zu Weihnachten für die Kindertagesstätten in Glöwen und Kleinow. Über das Holzspielzeug freuen sich die Kleinen sehr und es ist viele Jahre in Gebrauch.
Welche Vorhaben planen Sie in diesem und im nächsten Jahr in Ihrer Gemeinde?
Die Gemeinde Plattenburg hofft, dass die noch vorhandenen Freileitungsnetze in den übrigen Orts- und Gemeindeteilen ebenfalls verkabelt werden. Denn die Stürme haben uns gezeigt, wie schnell herabfallende Äste die Stromversorgung unterbrechen können.
Derzeit laufen unter anderem die Planungen im Bereich Straßenbau. Hier erwarten wir einen Fördermittelbescheid für den Straßenabschnitt zwischen Netzow und Söllenthin. Gegenwärtig erarbeiten wir auch den Flächennutzungsplan für das gesamte Gemeindegebiet. Damit legen wir fest, welche Flächen wir für verschiedene Nutzungszwecke zur Verfügung stellen können. Dabei bestimmen wir ebenfalls Gebiete, auf denen später Photovoltaikanlagen errichtet werden können.
In einem zweiten Schritt werden wir neue Flächen zur Wohnbebauung ausweisen, da die Nachfrage nach Bauland wieder gestiegen ist. Das Interesse ist vor allem bei der ortsansässigen Bevölkerung vorhanden. Mit der Baulandausweisung wollen wir aber auch wieder mehr Menschen in die Region ziehen, da es nach der Wende einen starken Weggang gab.
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