Kirchliches Energiewerk eröffnet Windpark in Passow-Benthen
Moderne Windenergieanlagen erzeugen klimafreundlichen Strom für die Region
In der Nähe der Gemeinde Passow im Landkreis Ludwigslust-Parchim hat die vom Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg und der WEMAG gegründete Kirchliches EnergieWerk GmbH (KEW) ihr erstes gemeinsames Windkraftprojekt eröffnet.
„Im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg tragen wir ebenso Mitverantwortung – für die Menschen, die heute und morgen auf unserer Erde leben, wie für die ganze Schöpfung, die uns anvertraut ist“, sagte die Vorsitzende des Kirchenkreisrates, Pröpstin Britta Carstensen. „Bereits vor mehr als zwölf Jahren haben wir mit der Gründung des Kirchlichen EnergieWerks gemeinsam mit der WEMAG einen wichtigen Schritt in diese Richtung getan.
Unser Ziel bleibt, einen Mentalitätswechsel im Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen zu befördern, diesen im kirchlichen Raum aktiv mitzugestalten und unsere Klimaschutzziele mit konkreten Projekten zu erreichen. Ich freue mich daher sehr, dass wir heute gemeinsam diesen Windpark Passow-Benthen eröffnen können.
Er ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass wir als Kirche unseren Auftrag zum Schutz von Gottes Schöpfung ernst nehmen. Das Kirchliche EnergieWerk leistet damit einen spürbaren Beitrag zur Unterstützung der Energietransformation im Raum der Kirche und der Diakonie sowie zu einer klimaverträglichen Zukunft“, so die Pröpstin.
„Mit dem Windpark Passow-Benthen zeigen wir, wie die Energiewende vor Ort erfolgreich umgesetzt werden kann. Gemeinsam mit dem Kirchlichen Energiewerk und unserer Tochtergesellschaft, der mea Energieagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH, haben wir Anlagen errichtet, die über viele Jahre klimafreundlichen Strom für die Region erzeugen. Besonders wichtig ist uns dabei die starke Partnerschaft zwischen kommunalen und kirchlichen Akteuren. Sie macht deutlich, dass nachhaltige Energieversorgung dann besonders erfolgreich ist, wenn unterschiedliche Partner ein gemeinsames Ziel verfolgen: Verantwortung für die Menschen, das Klima und die Zukunft unserer Region zu übernehmen“, erklärte WEMAG-Vorstand Caspar Baumgart.
KEW-Geschäftsführer Torsten Hinrichs dankte allen am Bau Beteiligten – vor allem den Planern und Bauunternehmen. „Jeder hat einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass aus einer Idee ein wichtiges Stück Energieinfrastruktur geworden ist. Insbesondere der lange Winter und das langwierige Genehmigungsverfahren haben uns vor so manche Herausforderung gestellt. Daher bin ich froh, dass der Windpark im geplanten Zeitrahmen in Betrieb gehen kann“, sagte Torsten Hinrichs, der zusammen mit Wolfgang von Rechenberg das KEW leitet.
Der Windpark Passow-Benthen steht im Landkreis Ludwigslust-Parchim, zwischen Goldberg und Lübz. Hier werden je zwei Anlagen von der Kirchliches Energiewerk GmbH und der mea Energieagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH betrieben. Die Anlagen haben eine Gesamthöhe von rund 245 Metern. Der Rotordurchmesser liegt bei 163 Metern und die Nennleistung beträgt jeweils 7 Megawatt. Im Vergleich zu fossilen Energieträgern wie Kohle oder Gas werden pro Jahr 58.821 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Die Gesamtinvestitionssumme für den Windpark liegt bei 42,5 Mio. Euro. Die Gemeinde- und Bürgerbeteiligung erfolgt im gesetzlichen Rahmen, sodass die Kommunen sowie Anwohnerinnen und Anwohner in der Umgebung von der Energiewende profitieren.