Der Krieg in der Ukraine und die Folgen für die Energiewirtschaft

Der Krieg in der Ukraine hat neben dem furchtbaren Leid für die Menschen vor Ort auch massive Auswirkungen auf den globalen Energiemarkt und beeinflusst derzeit sehr stark die Preisentwicklung bei Energieträgern und Rohstoffen. Russlands Invasion in der Ukraine und der dortige Krieg haben schwerwiegende Folgen. Auch für die sichere Energieversorgung sind diese derzeit schwer einschätzbar und können sich zudem schnell ändern.

Die deutsche Energiewirtschaft steht seit Beginn der Krise im Austausch mit der Bundesregierung, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Hier haben wir für Sie Antworten auf die wichtige Fragen zusammengestellt.

Aktuelle Informationen: Ausrufung Alarmstufe des Notfallplans Gas

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat am 23. Juni nach Abstimmung innerhalb der Bundesregierung die zweite von drei Stufen des Notfallplan Gas ausgerufen, die sog. Alarmstufe. Sie tritt ein, wenn laut Notfallplan Gas „eine Störung der Gasversorgung oder eine außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Gas vorliegt, die zu einer erheblichen Verschlechterung der Gasversorgungslage führt, der Markt ist aber noch in der Lage, diese Störung oder Nachfrage zu bewältigen, ohne dass nicht marktbasierte Maßnahmen ergriffen werden müssen.“

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sagt dazu: „Aktuell ist die Versorgungssicherheit gewährleistet, aber die Lage ist angespannt. …Grund für die Ausrufung der Alarmstufe ist die seit dem 14. Juni 2022 bestehende Kürzung der Gaslieferungen aus Russland und das weiterhin hohe Preiseniveau am Gasmarkt.“

Seit den Morgenstunden des 21. Juli ist bekannt, dass Russland die Lieferung von Gas über Nord Stream 1 wiederaufgenommen hat. Die Wartungsarbeiten an der wichtigen Pipeline fanden seit dem 11. Juli statt. Nach Abschluss der Arbeiten wurde der Gasfluss wiederhergestellt, allerdings in stark reduzierter Liefermenge. Knapp 40 Prozent der üblichen Menge wurden angekündigt. Dies entspricht in etwa der reduzierten Menge vor den Wartungsarbeiten. Dadurch entsteht für Deutschland keine unmittelbare Gasmangellage. Vorerst bleibt die Situation für Gaskunden unverändert.

Auch für unser Versorgungsgebiet gilt, dass die Versorgungssicherheit gegenwärtig gewährleistet ist.

Hier finden Sie die aktuelle Presseinformation des Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz zur Ausrufung der Alarmstufe.

Weitere Informationen zur Gasversorgungslage finden Sie auf der Seite der Bundesnetzagentur.

Unsere aktuelle Pressemitteilung dazu finden Sie hier.

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