WindNODE wird Schaufenster für intelligente Energie

07.12.2015
WEMAG erhält Zuschlag für Förderprogramm

Die WEMAG erhält Zuschlag für Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (Foto: Rudolph-Kramer)

WEMAG erhält Zuschlag für Förderprogramm

Der kommunale Energieversorger WEMAG hat als Teil des Konsortiums „WindNODE – Wind in Nordostdeutschland“ den Zuschlag im Wettbewerb „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende (SINTEG)“, der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ausgeschrieben worden war, erhalten.

Im Rahmen dessen untersucht die WEMAG z.B. die Fragestellungen, welchen Beitrag Nachtspeicherheizungen als Baustein bei der Umstellung der Energieversorgung leisten können oder aber die Auswirkungen von stark belasteten Stromnetzen auf der Hochspannungsebene bei gleichzeitiger Implementation einer zukunftsgerichteten Netzschutzkonzeption.

Wir freuen uns über die Entscheidung des Bundeswirtschaftsministeriums und gestalten hier in Schwerin und der nahen Umgebung gern die Energiezukunft mit. Die WEMAG ist stolz darauf, Vorreiter zu sein, wenn es darum geht, unser Land mit neuen Ideen und Innovationen voranzubringen

Thomas Pätzold, Technischer Vorstand der WEMAG.

 

Mecklenburg-Vorpommern ist Vorreiter bei der Errichtung von erneuerbaren Energieanlagen. Der Wind weht hier im Land kräftig, so dass die damit einhergehenden Herausforderungen im Netzgebiet der WEMAG deutlich zu spüren sind. In einigen Regionen wird bereits sehr viel mehr Strom aus EEG-Anlagen erzeugt, als verbraucht werden kann. Dies zeigt sich an über 1100 Megawatt installierter Leistung aus erneuerbaren Energien im Verhältnis zu 450 Megawatt maximaler Kundenlast. Oder auch an der über 100-prozentigen EEG-Erzeugung im Vergleich zum Stromletztverbrauch. „Wir sind heute schon dort, wo die Bundesregierung im Jahr 2050 sein will, und nehmen unsere Rolle als Labor der Energiewende“ zu fungieren, gern an“, so Pätzold weiter.

Die Schaufensterregion von WindNODE umfasst das Netzgebiet des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz und stellt das Reallabor für ein komplettes Energiesystem dar. Zentrales Ziel der von den ostdeutschen Ländern unterstützte Initiative WindNODE ist die Standardsetzung für das vernetzte Energiesystem der Zukunft. Als Pionier für erneuerbare Energien erfüllt die WindNODE-Region mit 45 Prozent erneuerbarem Strom am Verbrauch schon heute die Ausbauziele der Bundesregierung für das Jahr 2025. Regional werden die Ziele der Bundesregierung für das Jahr 2050 (80 Prozent EE-Anteil am Stromverbrauch) gar übertroffen.

Das Konsortium ist mit über 70 Partnern stark verankert in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und erhält prominente Unterstützung von den Regierungschefs aller sechs beteiligten Bundesländer. Gesteuert wird das Konsortium durch den Konsortialführer 50Hertz und einen Lenkungsausschuss, dem die Wirtschaftspartner Siemens und Stromnetz Berlin sowie die regionalen Wirtschaftsförderungsgesellschaften Berlin Partner, ZAB und Energy Saxony angehören.

Boris Schucht, Vorsitzender der Geschäftsführung von 50Hertz, äußerte sich hocherfreut über den Zuschlag: „In unserem Netzgebiet, der WindNODE-Region, zeigen wir schon heute, wie wir mit den Herausforderungen des regenerativen Energiesystems von morgen umgehen. Die SINTEG-Förderung gibt uns nun einen starken Impuls, die Energiewende als gesamtdeutsches Gemeinschaftsprojekt voranzutreiben – in einem beeindruckenden Verbund von Partnern. Die Lösungen, die hier mit Hilfe der Förderung reifen werden, orientieren sich konsequent an realen Kundenbedürfnissen. So kann WindNODE eine Exportschmiede für intelligente Lösungen in einem von Erneuerbaren dominierten elektrischen System werden.“

Die Konsortialpartner von WindNODE werden nun bis Februar 2016 die formellen Förderanträge stellen. Nach Möglichkeit werden die WindNODE-Projekte ab Mitte 2016 beginnen.

Insgesamt haben fünf deutsche Modellregionen einen Zuschlag erhalten. Dort sollen innovative Technologien und Verfahren für die Energieversorgung der Zukunft entwickelt und demonstriert werden. Hierfür stellt der Bund in den nächsten vier Jahren Fördermittel von insgesamt bis zu 230 Millionen Euro bereit.

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