Unter Strom stehen...

06.08.2018 - 17:15
Erntefahrzeuge aufgepasst: Stromleitungen stellen Gefahr dar.

Erntefahrzeuge aufgepasst: Stromleitungen können eine Gefahr darstellen.

… sollte eine Redewendung bleiben. Die Erntezeit ist in vollem Gange. Wegen der Trockenheit müssen die Landwirte genau darauf achten, dass sie mit ihren großen Erntemaschinen nicht etwa einen Brand entfachen. Genauso sorgfältig müssen sie aber auch eine andere Gefahr im Blick behalten: Starkstromleitungen.
Die WEMAG Netz GmbH betreibt in Westmecklenburg und in der Prignitz Stromnetze mit Nieder-, Mittel- und Hochspannung. Oft führen die langen Stromkabel auch über die Felder der Landwirte.

Wer schon einmal selbst neben einem modernen Traktor oder Mähdrescher gestanden hat, der weiß: Diese Nutzfahrzeuge sind sehr groß – und vor allem hoch! Bis zu fünf Meter Höhe und 10 Meter Länge sind möglich. Beim Einbringen der Ernte besteht deshalb die Gefahr, dass es zu Kollisionen der Maschinen mit den Freileitungen kommt. Diese haben, je nach Spannung, einen Mindestabstand von fünf oder sechs Metern bis zum Boden. Leitungen im Niederspannungsbereich von 0,4 kV kann man sich gefahrlos höchstens bis auf einen Meter nähern. Im Bereich von 20 bis 110 kV müssen mindestens drei Meter Abstand eingehalten werden. Für Landwirte heißt das: Fahrzeuge mit einer Höhe von mehr als drei Metern dürfen unterhalb von Stromleitungen nicht fahren, denn sonst sind Mensch und Maschine in Gefahr!

Sollte es dennoch zu einem Unfall kommen, gilt: Feuerwehr rufen! Selbstsicherung beachten. Wenn ein Leiterseil den Boden berührt, sind Ersthelfer unter Umständen selbst gefährdet. Nur bei Niederspannung kann man stromführende Teile mit Hilfe von nichtleitenden Gegenständen (bspw. eine Holzstange) von Verletzten entfernen bzw. Verletzte mit deren Hilfe aus dem Gefahrenbereich ziehen.

 

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