Strom zu Gas-Anlage der WEMAG geht offiziell in Betrieb

08.05.2014 - 00:00
Elektrolyseure sind Schlüsselkomponenten für Energiespeicherkonzepte.

Elektrolyseure sind Schlüsselkomponenten für Energiespeicherkonzepte. Foto: Mainova AG

Zusammen mit zwölf Projektpartnern der Thüga-Gruppe und Gästen aus Politik und Wirtschaft hat die WEMAG am 7. Mai in Frankfurt am Main auf dem Gelände der Mainova AG ihre Strom zu Gas-Demonstrationsanlage in Betrieb genommen. Die Unternehmen prüfen in einem dreijährigen Probebetrieb die Praxistauglichkeit der Anlage, in der Strom in Gas umgewandelt wird. Bei Erfolg bietet die Technologie ein großes Potenzial zur Speicherung von Strom aus erneuerbaren Energien. Das wird vor allem im Versorgungsgebiet der WEMAG immer wichtiger, denn in Westmecklenburg und Teilen Brandenburgs übersteigt die Einspeisequote von regenerativen Energien in das Stromnetz mit 86 Prozent schon heute die Zielsetzungen der Bundesregierung für die nächsten Jahrzehnte. Speichertechnologien zu entwickeln, die Ökoenergie auch dann nutzbar machen, wenn bspw. der Wind nicht weht, ist eine der wichtigsten Herausforderungen für das Gelingen der Energiewende. Angesichts der hohen zu speichernden Energievolumina hat die Strom zu Gas-Technologie eine große Bedeutung.

Nach einer Analyse der Thüga könnte der Speicherbedarf in sechs Jahren bei 17 Terawattstunden (TWh) und in 2050 bereits bei 50 TWh liegen. Die kommunalen Gasverteilnetze können diese Mengen komplett aufnehmen. „Unsere Gasverteilnetze könnten somit die Batterie der Zukunft sein“, ist Thomas Pätzold, Technischer Vorstand der WEMAG AG, überzeugt. Ende vergangenen Jahres hat die Anlage erstmalig Wasserstoff in das Frankfurter Gasverteilnetz eingespeist. „Damit ist sie bundesweit die erste Anlage, die in Wasserstoff umgewandelten Strom ins Gasverteilnetz einspeichert“, sagt Pätzold.Zu den Projektpartnern gehören neben der WEMAG noch die badenova AG & Co. KG, Erdgas Mittelsachsen GmbH, Energieversorgung Mittelrhein GmbH, erdgas schwaben gmbh, ESWE Versorgungs AG, Gasversorgung Westerwald GmbH, Mainova Aktiengesellschaft, Stadtwerke Ansbach GmbH, Stadtwerke Bad Hersfeld GmbH, Thüga Energienetze GmbH, e-rp GmbH sowie die Thüga Aktiengesellschaft als Projektkoordinatorin. Die Aufsichtsratsvorsitzende der Thüga Aktiengesellschaft und ehemalige Frankfurter Oberbürgermeisterin, Dr. h.c. Petra Roth,  lobt das gemeinsame Engagement: „Wenn Kommunen und Stadtwerke ihre Kräfte bündeln, dann ist das klug, effizient und verantwortungsvoll. Die Unternehmen der Thüga-Gruppe stehen dafür, zusammen Lösungen zu entwickeln und umzusetzen, und das für die gesamte Bandbreite energierelevanter Themen - angefangen bei der Erzeugung über Energieeffizienz und Innovationen bis hin zu Speichern und Netzen.“

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