Kommunen und Stadtwerke stellen sich Herausforderungen bei der Gestaltung der Energiewende

10.05.2016
EUROSOLAR-Konferenz im Neustädtischen Palais Schwerin

Initiatoren und Referenten der 10. EUROSOLAR-Konferenz im Neustädtischen Palais Schwerin (v.l.): WEMAG-Vorstand Caspar Baumgart, Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow, EUROSOLAR-Vizepräsident Dr. Fabio Longo, EUROSOLAR-Geschäftsführer Tobias Jaletzky, Energieminister Christian Pegel und Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Josef Wolf. Foto: WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

Die Vorteile des Ausbaus Erneuerbarer Energien auf lokaler und regionaler Ebene liegen auf der Hand. Stadtwerke, mittelständische Unternehmen, Kommunen und Bürgergemeinschaften sind die entscheidenden Akteure einer dezentralen und erneuerbaren Energieversorgung. Sie erhöhen die kommunale Wertschöpfung, schaffen Arbeitsplätze und Akzeptanz und sichern eine zukunftsfähige und umweltfreundliche Versorgungsstruktur. Immer mehr Stadtwerke und kommunale Unternehmen entwickeln innovative Anwendungen, neue Geschäftsmodelle und Strategien für das Energiesystem der Zukunft. Die Rahmenbedingungen, etwa beim aktuell verhandelten EEG 2016 und dem Strommarktgesetz, stellen jedoch erhebliche Hürden für eine konsequente Energiewende dar.

Vor diesem Hintergrund veranstaltet EUROSOLAR e.V. in Kooperation mit der WEMAG AG und der Stadtwerke Schwerin GmbH die 10. EUROSOLAR-Konferenz "Stadtwerke mit Erneuerbaren Energien“. Über 100 Fachbesucher nutzen in Schwerin die Möglichkeit, sich über die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen der Energiewende zu informieren und auszutauschen.

Mecklenburg-Vorpommerns Energieminister Christian Pegel (SPD) wies in seinem Impulsreferat darauf hin, dass Mecklenburg-Vorpommern auf dem Weg zum Energieland Nr. 1 in Deutschland ist. „Schon heute erzeugen wir bilanziell 100% unseres Stroms aus Erneuerbaren. Für die Gegenwart und wirtschaftliche Zukunft unseres Landes sind die Erneuerbaren von großer Bedeutung für Wachstum und Beschäftigung“, so Pegel.

Die WEMAG AG setzt als Flächenversorger, für das Ableiten regenerativ erzeugten Stroms, auf einen erhöhten Netzausbau in der Region sowie auf die Gründung einer Energiegenossenschaft. „Die Netzinvestitionen werden beim derzeitigen System der Netzentgeltermittlung ausschließlich durch die Bürger im Netzgebiet getragen, so dass gerade die WEMAG-Kunden überdurchschnittlich durch den EEG-Ausbau belastet sind. Mit der von uns sowie fünf Volks- und Raiffeisenbanken aus der Region gegründeten Norddeutschen Energiegemeinschaft eG ist es gelungen, dass die Genossenschaftsmitglieder vom Ausbau erneuerbarer Energien profitieren können. Zugleich konnten wir die Akzeptanz für Windkraft, Photovoltaik und Biogas in der Region erhöhen“, sagte WEMAG-Vorstandsmitglied Caspar Baumgart. Die erfolgreiche 10. Stadtwerke-Konferenz von EUROSOLAR geht heute mit zwei Exkursionen zum WEMAG Batteriespeicher sowie zum Energiestandort Schwerin Süd der Stadtwerke Schwerin zu Ende.

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