Aartenschutz

26.10.2018 - 14:15

Nein, bei dieser Überschrift handelt es sich nicht um einen Schreibfehler; vielmehr geht es jetzt um den Aal. Genauer gesagt um den Europäischen Aal. Der ist in seinem Bestand bedroht, weshalb der Landesanglerverband (LAV M-V e.V.) schon seit 25 Jahren regelmäßig Besatzaktionen in den Seen des Landes vornimmt. Denn zu einem verantwortungsvollen Angelsport gehört nun mal neben der Gewässerpflege auch der Artenschutz. Und hier sitzt jetzt auch die WEMAG mit im Boot.

„Aalaktie“ ergänzt bestehende Projekte

Erst vor Kurzem unterzeichneten der LAV M-V e.V. und die WEMAG eine Vereinbarung, nach der Ökostromanbieter sich jährlich mit 3.500 Euro am Aalbesatz beteiligt. Der Landwirtschaftsminister, Dr. Till Backhaus, freut sich und hat gleich noch ein paar Zahlen parat: „Mecklenburg-Vorpommern ist ein Anglerparadies. Seit 2009 haben wir 71,8 Tonnen Aal in unsere Gewässer gesetzt und dafür rund 2,9 Mio. Euro bereitgestellt. Wir sind dankbar dafür, dass die WEMAG als kommunales Unternehmen diese wertvollen naturnahen Projekte unterstützt“.
Der LAV M-V e.V. bietet auch Privatpersonen und Vereinen die Möglichkeit an, eine so genannte Aalaktie zu erwerben. Die Erlöse gehen zu 100 Prozent in den Kauf von Jungtieren. Die gelangen als Winzlinge aus der Sargassosse vor die Küsten Europas. Dort werden sie gefangen und gepflegt, bis sie als Jungaale in die Europäischen Gewässer entlassen werden können.

LAV-Präsident Prof. Dr. Karl-Heinz Brillowski, Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus, die 1. Fischerkönigin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Jeannette Dehmel, und WEMAG-Vorstand Caspar Baumgart (v.l.) beim Einsetzen der Aale in den Goldberger See. Foto: WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

LAV-Präsident Prof. Dr. Karl-Heinz Brillowski, WEMAG-Vorstand Caspar Baumgart, die 1. Fischerkönigin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Jeannette Dehmel, und Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus (v.l.) bei der Übergabe der WEMAG-Aalaktie. Foto: WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

Aalles gut – Jungaale erfolgreich eingesetzt

3.500 Euro – das entspricht übrigens 82 Kilogramm Jungaalen. Die durfte WEMAG-Vorstand Caspar Baumgart dann mitten im Goldenen Herbst gemeinsam mit anderen in den Goldberger See einsetzen. Auch Dr. Karl-Heinz Brillowski, Präsident des Landesanglerverbands ist dankbar. „Starke Partner“ wie die WEMAG wertet er als „sichtbares Zeichen“ für den Naturschutz. Die WEMAG engagiert sich in zahlreichen Naturschutzprojekten. Caspar Baumgart verweist unter anderem auf die Waldaktien, die Moor-Future-Zertifikate oder auch die Erhaltung und Revitalisierung von Streuobstwiesen. Nachhaltigkeit ist das zentrale Stichwort in der Ökostrategie des regionalen Energieerzeugers. Nicht zum ersten Mal unterstützt die WEMAG dabei auch die Fischpopulation. Im Mai dieses Jahres hat das Unternehmen den Bau der Fischaufstiegsanlage in Cramonshagen bei Schwerin gefördert.
 

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